Kryptowährungen Ein schwarzes Jahr für Bitcoin-Anleger

Der Bitcoin hat auf Jahressicht 75 Prozent an Wert verloren. Und auch das neue Jahr dürfte Anlegern nicht viel Freude bereiten.

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Für Bitcoin-Anleger geht ein miserables Jahr zu Ende. Während Kryptowährungen 2017 noch teils vierstellige prozentuale Zuwachsraten verzeichnet hatten, brachen die Preise für die von Hochleistungscomputern generierten Cyberdevisen 2018 deutlich ein. Mit rund 3600 Dollar kostete Bitcoin an diesem Freitag gerade noch so viel wie im September 2017. Auf Jahressicht bedeutet das ein Minus von 75 Prozent.

"Für Krypto-Investoren ist das Jahr 2018 ein Jahr zum Vergessen", sagte Börsenanalyst Timo Emden von Emden Research. Zugesetzt habe der Branche vor allem, dass keine globale Regulierung auf die Beine gestellt worden sei. Außerdem hätten Hackerangriffe Investoren verunsichert.

Die zusammengerechnete Marktkapitalisierung aller rund 2100 Kryptowährungen ist inzwischen laut dem Branchendienst CoinMarketCap.com auf noch knapp 130 Milliarden zusammengeschrumpft. In Rekordzeiten kam der gesamte Markt auf ein Volumen von gut 600 Milliarden Dollar.

Viele Experten rechnen damit, dass auch 2019 kein einfaches Jahr für Cyberdevisen wird. "Bitcoin wird unserer Meinung nach das zweite Jahr in Folge die am schlechtesten abschneidende Finanzanlage bleiben", sagte Portfoliomanager Mark Dowding vom Vermögensverwalter BlueBay Asset Management.

hej/Reuters



insgesamt 10 Beiträge
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Wilkzuujening 28.12.2018
1. Ein gutes Jahr!
Dieser Artikel zeigt mal wieder die Ahnungslosigkeit der Journalisten bei diesem Thema! Klar, der Wert ist dieses Jahr stark gesunken. Aber nur im Vergleich zum Jahresbeginn! Und dieser Wert war noch auf dem Hoch der Bitcoin-Blase. Jeder, der seit zumindest zwei Jahren dabei ist genießt nach wie vor hohe Kurse! Vor nicht allzu langer Zeit staunte ich, als der Kurs die 1.500$ Marke überschritt. Und jetzt liegt er bei gut 3.600$! Ein Jahr zum vergessen würde ich es also nicht nennen. Es sei denn, man ist erst in der Blase eingestiegen...
dipl.inge83 28.12.2018
2. Schade
Ich hatte ehem. Kollegen, die sind bei 8000 eingestiegen und waren zur Weihnachtsfeier 2017 die Kings. Faselten was von der schönen neuen Welt und den bösen Banken. In Wirklichkeit hatten sie natürlich nur Dollarzeichen in den Augen. Bei einer Million war der Ausstieg geplant. Den täglichen Kursverlauf konnte man schon an der Laune ablesen, nachts geschlafen wurde auch kaum noch. Leider hab ich zwischenzeitlich den AG gewechselt. Die Zeit war trotzdem unglaublich amüsant.
ghdstz 28.12.2018
3. Bitcoin war ein netter Proof of Concept ...
Bitcoin war ein netter Proof of Concept, aber völlig untauglich um als Zahlungsmittel in größerem Umfang eingesetzt zu werden. Das System ist viel zu komplex und damit viel zu langsam, der weltweite Durchsatz stagniert nach wie vor bei wenigen Transaktionen pro Sekunde. Darüber hinaus ist der Energieverbrauch viel zu hoch und steigt systembedingt immer weiter an, auf Grund der hohen Bitcoin-Produktionskosten werden in China schon Serverfarmen verschrottet. Die verschiedenen Reformversuche um die beschriebenen Bitcoin-Schwierigkeiten zu überwinden waren weitgehend erfolglos. Natürlich wurden im Lauf der Jahre massenhaft alternative Kryptowährungen entwickelt welche diese Bitcoin-Nachteile vermeiden sollten, die meisten davon waren ein totaler Flop - und von den zahlreichen noch verbliebenen Alternativansätzen hat es auch keiner geschafft Bitcoin zu überflügeln. Aber natürlich steht es jedem frei, weiterhin in Kryptowährungen investiert zu bleiben ...
les2005 28.12.2018
4. Ein guter Witz
Zitat von WilkzuujeningDieser Artikel zeigt mal wieder die Ahnungslosigkeit der Journalisten bei diesem Thema! Klar, der Wert ist dieses Jahr stark gesunken. Aber nur im Vergleich zum Jahresbeginn! Und dieser Wert war noch auf dem Hoch der Bitcoin-Blase. Jeder, der seit zumindest zwei Jahren dabei ist genießt nach wie vor hohe Kurse! Vor nicht allzu langer Zeit staunte ich, als der Kurs die 1.500$ Marke überschritt. Und jetzt liegt er bei gut 3.600$! Ein Jahr zum vergessen würde ich es also nicht nennen. Es sei denn, man ist erst in der Blase eingestiegen...
ist klar, es war nur eine kleine Blase. Sorry, es gab da nicht eine befristete Blase, Bitcoin ist geradezu die Definition von Blase. Das ganze Konzept ist weitgehend sinnfrei und das Lustige ist, daß es vermeintlich Lösungen für Probleme anbietet, die im realen Zahlungsverkehr gar nicht existieren - bei Bitcoin aber schon. a) Effizienz: während normalerweise Bezahltransaktionen vernachlässigbar geringe Kosten haben, sind diese bei Bitcoin nur mit gewaltigem Energie- und Zeitaufwand möglich b) Werthaltigkeit: als Zahlungsmittel ist Bitcoin komplett unbrauchbar, denn wer würde ernsthaft ein Zahlungsmittel benutzen, egal um zu zahlen oder bezahlt zu werden, bei dem sich der Wert stündlich ändert, und zwar in dramatischer Weise? Richtig, Drogen- und Waffenhändler, also alles was illegal ist und wo der Nutzen der (wenn auch nur vermeintlichen) Anonymität leicht Schwankungen von +- zig Prozent verschmerzen läßt. Besser als verhaftet werden natürlich. Womit auch der relevante Zielmarkt beschrieben wäre. c) Sicherheit: während gerne und viel von der Unmanipulierbarkeit der Blockchain geschwärmt wird, gibt es am laufenden Band Betrug in enormer, und gemessen am gesamten Bitcoin-Volumen, astronomischer Höhe. Man stelle sich vor, daß eine reguläre Bank bekanntgibt, daß leider das gesamte Geld abhandengekommen sei. Man wisse auch nicht genau warum, tut uns auch, äh, sehr leid, aber läßt sich jetzt auch nicht ändern. Bei Bitcoin an der Tagesordnung. Viel Spaß weiterhin beim 'investieren'
otti_hamburg 28.12.2018
5. All die Entwicklungen
im Bereich der Kryptowährungen bleiben bei SPON wie immer unerwähnt. Viele Börsen, Banken und Großunternehmen arbeiten mit Hochdruck z.B. an einer Infrastruktur, die es privaten und institutionellen Investoren erlaubt, bequem und sicher zu investieren. Diese Bildungslücke wird viele Deutsche teurer zu stehen kommen und können sich dann auch bei SPON bedanken. Warum diese einseitige Berichterstattung? Habt ihr jemals einen Experten wie z.B. Andreas Antonopoulos zu Wort kommen lassen? Ich kann mich nicht erinnern.
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