Kündigungen Ebay streicht 40 Prozent der deutschen Stellen

Kahlschlag bei der deutschen Niederlassung von Ebay: Das Internetauktionshaus wirft einen großen Teil seiner 1000 Mitarbeiter raus. Dabei ist die Bundesrepublik der zweitwichtigste Markt für das US-Unternehmen.
Konzernzentrale von Ebay: Das kalifornische Unternehmen kämpft mit Gewinnrückgängen

Konzernzentrale von Ebay: Das kalifornische Unternehmen kämpft mit Gewinnrückgängen

Foto: AP

Berlin - Die schlechten Nachrichten von Ebay reißen nicht ab: Das Internetauktionshaus streicht an seinem einzigen deutschen Standort in Dreilinden bei Berlin 400 der 1000 Stellen. Ein Teil der Kundenbetreuung werde in die irische Hauptstadt Dublin verlagert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Sobald die Verhandlungen mit dem Betriebsrat abgeschlossen seien, würden betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen, sagte ein Ebay-Sprecher. Der Jobabbau sei notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Er betonte, das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Kalifornien hat, befinde sich "nicht in einer wirtschaftlichen Notsituation". Der Prozess soll bis Mitte 2010 abgeschlossen sein.

Deutschland ist der zweitgrößte Markt für Ebay weltweit. Der einst gefeierte Konzern muss sich zunehmend gegen Konkurrenten wie Amazon behaupten und hatte zuletzt mit deutlichen Gewinnrückgängen zu kämpfen. Erst vor kurzem hatte Ebay angekündigt, den Internettelefonanbieter Skype zu verkaufen. Daraufhin verklagten jedoch die Firmengründer Ebay, weil sie dem Unternehmen Technologieklau vorwerfen.

böl/dpa-AFX
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