Ex-Ministerpräsident Kurt Beck wird Pharmalobbyist

Von der Politik in die Wirtschaft: SPD-Politiker Kurt Beck wechselt zum Pharmakonzern Boehringer Ingelheim. Der frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz soll die Konzernspitze beraten.
Kurt Beck: Der SPD-Politiker berät nun Boehringer Ingelheim

Kurt Beck: Der SPD-Politiker berät nun Boehringer Ingelheim

Foto: Fredrik Von Erichsen/ dpa

Frankfurt am Main - Die Liste der Ex-Politiker, die in die Wirtschaft gehen, wird erneut länger. Der jüngste Zuwachs heißt Kurt Beck. Der ehemalige SPD-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz berät seit Juni den Pharmakonzern Boehringer Ingelheim. Das bestätigte der Konzern SPIEGEL ONLINE, zunächst hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Die Tätigkeit nahm Beck ein halbes Jahr nach dem Ende seiner politischen Karriere auf.

Das fünfköpfige Gremium, dem Beck angehört, hat die Aufgabe, die Arbeit der Unternehmensleitung zu begleiten. Mitglieder sind unter anderem der Düsseldorfer Rechtsanwalt Michael Hoffmann-Becking und BASF-Forschungsvorstand Andreas Kreimeyer. Beck rückt für den Schweizer Management-Berater Fredmund Malik nach, der Ende 2012 ausgeschieden war.

Immer wieder machen Ex-Politiker beim Wechsel in die Wirtschaft von sich reden. Eines der bekanntesten und umstrittensten Beispiele war Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD), der nach seiner Abwahl zum Energiekonsortium Nord Stream ging. In jüngerer Zeit wechselte der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) zum Baukonzern Bilfinger.

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