Wintersportort Val d'Isère Ex-L'Oréal-Chef gewinnt Klage gegen Pommesbude

Eine Pommesbude vor seiner Ferienwohnung stank dem ehemaligen Chef des Kosmetikkonzerns L'Oréal gewaltig. Lindsay Owen-Jones klagte deshalb gegen den Imbiss - und bekam recht.

Imbissbude bei der Ferienwohnung Owen-Jones': Pommesstand ohne Genehmigung betrieben
AFP

Imbissbude bei der Ferienwohnung Owen-Jones': Pommesstand ohne Genehmigung betrieben


Albertville - Der Brite Lindsay Owen-Jones ist als langjähriger Chef des Kosmetikkonzerns L'Oréal wohlriechende Düfte gewöhnt - der Geruch von Bratenfett hingegen scheint ihm zuwider. Daher verklagte er die Besitzerin einer Frittenbude in der Nähe seiner Ferienwohnung im Wintersportort Val d'Isère.

Am Dienstag bekam der britische Manager nun recht: Ein Gericht im französischen Albertville ordnete an, dass der Pommes-Stand von Valérie Maertens binnen zwei Monaten geschlossen werden müsse. Die Kläger hatten argumentiert, dass die Imbissbude ohne Genehmigung gebaut und später noch erweitert worden sei.

"Wohlhabende Leute stört eine Frittenbude in der Nachbarschaft, aber wir müssen arbeiten, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen", hatte Imbissbesitzerin Maertens nach Einreichung der Klage gesagt. "Er beschwert sich über Lärm und Frittengeruch, aber wenn man seine Ruhe haben will, kauft man sich keine Wohnung am Fuß der Piste."

Zudem führte sie an, dass Owen-Jones und seine Mitkläger - ein Notar, ein Rechtsanwalt im Ruhestand sowie ein Investmentfondsmanager - ihre Wohnungen nur wenige Mal pro Jahr nutzten.

Owen-Jones, auch unter seinen Initialen als OJ bekannt, führte den weltgrößten Kosmetikkonzern L'Oréal von 1988 bis 2006 und ist nun Ehrenpräsident.

sun/AFP



insgesamt 29 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
viceman 24.03.2015
1. das pack hat sich gegen
die pommesbude durchgesetzt. normalerweise sind es deutsche frührentner die gegen alles mögliche klagen und andere leute denunzieren.merke der grösste lump im ganzen land....
pevoraal 24.03.2015
2. die Welt gehoert den Reichen und Schoenen
glauben die jedenfalls. Dieser Imbisbetreiber versucht nur seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
kayhawai 24.03.2015
3. Ach OJ...
Manchmal fragt man sich ja doch, ob mit zunehmendem Gehalt die Hirnmasse schwindet oder wie sonst erklärt man eine solche marketingtechnische Geisterfahrt?! Da hat der gute OJ wohl mit seinem kleinen juristischen Amoklauf diverse Werbekampagnen seiner Firma ins Nirvana geblasen. Oder um es anders zu sagen: "Bitte kein L'oreal! - weil wir es uns wert sind!"
cruiserxl 24.03.2015
4. ...was schert sie der kleine...
...Mann und seine Nöte wenn 14 Tage Winterurlaub - wo man ja auch noch die meiste Zeit auf der Piste ist - für die Herren "gestört" werden
daniellamar 24.03.2015
5. traurig
ok, die Frittenbude hat keine Genehmigung. Aber die Betreiberin hat Recht: Der alte Geldsack zerstört eine Existenz, weil ihn der Geruch stört. Nicht zu fassen! Würde er dort einen Betrieb ohne Genehmigung betreiben und jemand beschwert sich, müsste er diesen bestimmt nicht schliessen, da er sich, im Gegensatz zu Normalsterblichen eine Armada von Anwälten leisten kann. Der Kapitalismus ist der falsche Weg, zumindest so wie es im Moment aussieht. 95% buckeln sich zu Tode, damit 5% im Schlaraffenland leben können. Es muss sich endlich etwas ändern!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.