Kartellverdacht um Luxusfisch Verbraucher könnten zu viel für Lachs bezahlt haben

Lachs ist der beliebteste Speisefisch der Deutschen - und teuer. Doch womöglich haben sich Händler auch auf zu hohe Preise geeinigt: Die EU-Kommission ermittelt gegen ein mögliches Kartell.

Lachse (Archiv)
AP

Lachse (Archiv)


Verbraucher in Europa haben möglicherweise in der Vergangenheit überhöhte Preise für Atlantischen Lachs bezahlt. Wegen des Verdachts illegaler Absprachen seien in mehreren EU-Staaten Firmen unangekündigt durchsucht worden, teilten die EU-Wettbewerbshüter mit.

Die Mitarbeiter der EU-Kommission seien dabei jeweils von Vertretern der nationalen Wettbewerbsbehörden begleitet worden. Nähere Angaben machte die Brüsseler Behörde nicht.

14,2 Kilogramm Lachs - pro Kopf

Lachs gilt mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent als der beliebteste Speisefisch der Deutschen. 2017 lag der Pro-Kopf-Verbrauch an Fisch hierzulande laut Fisch-Informationszentrum in Hamburg bei 14,2 Kilogramm. Auf den weiteren Plätzen folgen Alaska-Seelachs, Hering und Thunfisch.

Lachs importiert Deutschland zu großen Teilen aus Aquakulturen in Norwegen. Doch Parasiten dort machen den Züchtern zu schaffen - und treiben die Preise in die Höhe. Lachs gilt daher vielfach als Luxusfisch.

Die nun von den EU-Wettbewerbshütern unternommenen Inspektionen sind ein erster Schritt bei dem Verdacht auf wettbewerbseinschränkende Geschäftspraktiken. In Kartellermittlungen unterliegt die EU-Kommission keinerlei Fristen. In manchen Fällen dauern die Ermittlungen jahrelang.

apr/dpa



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