Lars Larsen Gründer des Dänischen Bettenlagers ist tot

Lars Larsen ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Der Gründer des Dänischen Bettenlagers war für seine TV-Werbespots in ganz Dänemark bekannt.

Viele Dänen kennen seine Werbespots aus den Achzigerjahren: Lars Larsen
Henning Bagger/Ritzau Scanpix / AP

Viele Dänen kennen seine Werbespots aus den Achzigerjahren: Lars Larsen


Der dänische Unternehmer Lars Larsen starb am Montagmorgen im Alter von 71 Jahren im Beisein seiner engsten Familie in seinem Haus in der Nähe von Silkeborg. Das teilte die Jysk-Gruppe mit, zu der das Dänische Bettenlager gehört. Larsen hatte die Möbelhauskette gegründet.

"Heute haben wir unseren Vater, Ehemann, Großvater verloren und Dänemark einen herausragenden Unternehmer. Er wird uns allen sehr fehlen", sagte Larsens Sohn, Jacob Brunsborg, laut Mitteilung. Brunsborg hatte im Juni den Vorstandsvorsitz der Lars-Larsen-Gruppe von seinem Vater übernommen, nachdem bei diesem Leberkrebs diagnostiziert worden war.

Larsen eröffnete 1979 im dänischen Aarhus sein erstes Jysk Sengetøjslager ("Jütländisches Bettenlager"). Als er expandierte, gab Larsen seinen Geschäften Namen in der jeweiligen Landessprache. Später schaffte er aber selbst in Dänemark das Wort "Sengetøjslager" (Bettensachenlager) ab. Dort heißt die Kette seit langem nur noch "Jysk" (Jütländisch). 1984 erfolgte die Expansion nach Deutschland, wo unter dem Namen Dänisches Bettenlager in Flensburg die erste deutsche Filiale eröffnete.

Larsen war in Dänemark für seine authentischen Werbespots bekannt, in denen er selbst seine Produkte bewarb, dabei sprach er stets mit jütländischem Dialekt. 1987 wurde ein erster Werbeclip mit ihm in der Hauptrolle veröffentlicht:

Die Lars-Larsen-Gruppe ist heute aber in verschiedenen Geschäftsbereichen tätig - darunter Möbel, Golfausrüstung, Restaurants sowie Hotels. Die Firmen der Gruppe erwirtschaften nach Unternehmensangaben zusammen einen Umsatz von rund 4,25 Milliarden Euro pro Jahr. Das Privatvermögen von Larsen wurde vom US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" zuletzt auf rund 4,4 Milliarden Euro geschätzt.

hej/dpa

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