Verdacht auf illegale Bankgeschäfte Staatsanwälte ermitteln gegen Lars Windhorst

Investor Lars Windhorst hat schon wieder Ärger. Laut »Financial Times« ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen seine Firma Evergreen Funding. Die Bafin vermutet illegale Bankgeschäfte. Windhorst weist das zurück.
Investor Windhorst (2020)

Investor Windhorst (2020)

Foto: Andreas Gora/ dpa

Die Aufregung um eine verspätete Zahlung an den Hertha BSC hatte sich gerade erst gelegt – da stand Lars Windhorst schon wieder in den Schlagzeilen. Laut »Financial Times«  (»FT«) hat die deutsche Bankenaufsicht Bafin Strafanzeige gegen den bekannten Investor gestellt, weil es Unregelmäßigkeiten bei einer seiner Firmen geben soll.

Im Fokus steht demnach das Unternehmen Evergreen Funding, ein Finanzvehikel mit Sitz in Luxemburg. Das Bankkonto von Evergreen Funding sei eingefroren worden, die Berliner Staatsanwaltschaft ermittle, heißt es in dem Bereicht.

Der genaue Grund der Anzeige ist nicht bekannt. Die »FT« berichtet einerseits über mögliche Unregelmäßigkeiten bei Bonds, die Evergreen Funding ausgegeben habe.

Andererseits heißt es in dem Bericht, dass Evergreen Funding 2020 rund 272 Millionen Euro an Windhorst überwiesen haben soll – obwohl die Firma selbst nur Finanzpapiere im Wert von 263,5 Millionen Euro besessen habe, schreibt die Zeitung.

Die Bafin prüfe, ob es zu illegalen Bankgeschäft gekommen sei, heißt es in dem »FT«-Bericht weiter – ein Vergehen, auf das bis zu fünf Jahre Gefängnis stehen würden.

Windhorst bestätigt den Bericht in einem Tweet . Die Ermittlungen liefen schon seit Mai, schreibt er. Man kooperiere natürlich mit den Behörden, sei sich aber »absolut sicher«, dass keine illegalen Bankgeschäfte stattgefunden hätten.

Anmerkung: In einer früheren Fassung dieses Textes hieß es, der Grund für die Anzeige der Bafin sei eine Überweisung der Evergreen Funding in Höhe von 272 Millionen Euro an Windhorst. Tatsächlich ist bisher nicht bekannt, was die Bafin genau beanstandet. Wir haben den Text entsprechend angepasst.

ssu
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