Für 5,3 Milliarden Euro Lego-Eigentümer holen sich Legoland zurück

Die Familie des Lego-Gründers will die 2005 verkauften Legoland-Freizeitparks zurück ins Unternehmen holen. Die Wachsfiguren von Madame Tussauds kaufen die Dänen gleich mit.
Die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle im Legoland Windsor

Die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle im Legoland Windsor

Foto: Steve Parsons/dpa

Gerade einmal fünf Wochen ist es her, da wurde Legoland noch jedem einzelnen Klötzchen-Fan angeboten. Für 90 Euro gab es den Freizeitpark als limitiertes Sondermodell zu erwerben, komplett mit Achterbahn, Ticketschalter und Toilette. Die Familie des dänischen Lego-Gründers Ole Kirk Kristiansen scheint diesem Kaufrausch nun selbst verfallen zu sein - sie holt sich gleich das echte Legoland. Kaufpreis: rund 5,3 Milliarden Euro. Ein paar Extras gibt es obendrauf.

Seit 2005 gehören die acht Legoland-Anlagen nämlich zur Merlin Entertainments Group, dem nach eigenen Angaben zweitgrößten Anbieter von Freizeitattraktionen weltweit. Die Lego-Familie hatte die Mehrheit an den (damals nur halb so vielen) Vergnügungsparks verkauft, weil ihr Unternehmen in der Krise steckte. Merlin hingegen war auf Legoland vorbereitet: Die Briten besitzen zahlreiche weitere Freizeiteinrichtungen, unter anderem die berühmten Wachsfigurenkabinette von Madame Tussauds, die Großaquarien von Sea Life oder den Heide Park Soltau.

Lego geht es mittlerweile wieder gut . Mit Harry-Potter- und Star-Wars-Welten schreibt das dänische Unternehmen wieder hohe Gewinne, selbst der Umsatzeinbruch im Jahr 2017 konnte mittlerweile aufgefangen werden. Gemeinsam mit zwei weiteren Investoren hat die von den Lego-Erben kontrollierte Gesellschaft Kirkbi ein Übernahmeangebot für Merlin Entertainments abgegeben. Diese haben Interesse signalisiert.

rai/dpa