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21. Oktober 2015, 09:39 Uhr

Weihnachtsgeschäft

Lego gehen die Steine aus

Schlechte Nachrichten für Eltern: Lego hat offenbar Probleme, die Nachfrage nach seinen Spielsteinen zu befriedigen. Das Unternehmen teilte mit, nicht alle Bestellungen bis Weihnachten erfüllen zu können.

Einige Kinder werden ihre Weihnachtswünsche wohl nicht erfüllt bekommen. Der Spielzeughersteller Lego hat Probleme, die Nachfrage in Europa nach seinen Plastiksteinen zu decken - obwohl die Fabriken unter Volllast produzieren. "Wir werden es nicht schaffen, alle Kundenbestellungen bis zum Jahresende zu erfüllen", sagte ein Lego-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Welche Produkte und welche Länder in Europa betroffen seien, sagte er nicht. Aber: "Unsere Fabriken laufen auf Hochtouren, und wir werden alles tun um die Nachfrage zu decken"

Als Grund für Lieferschwierigkeiten nannte der dänische Hersteller eine Fehleinschätzung der Nachfrage. Demnach würden zwar alle bereits eingegangenen Bestellungen rechtzeitig verschickt, bei den kommenden Anfragen dürfte es aber eng werden. "Die Nachfrage ist außergewöhnlich hoch", sagte der Sprecher. "Sie übersteigt sowohl unsere Prognosen, als auch die unserer Kunden".

Lego hat sich zum (nach Verkaufszahlen) weltgrößten Spielzeugkonzern entwickelt und den amerikanischen Barbie-Hersteller Mattel hinter sich gelassen. Verkaufsfördernd war unter anderem der Lego-Kinofilm.

Allein im ersten Halbjahr 2015 steigerte der dänische Konzern seine Verkäufe um 18 Prozent auf umgerechnet 1,9 Milliarden Euro. Die Konkurrenten Mattel und Hasbro kamen auf 1,7 Milliarden Euro und 1,3 Milliarden Euro.

Das Unternehmen in Familienbesitz hat im vergangenen Jahr mehr als 400 Millionen Euro in Fabriken und Maschinen investiert, um die Produktion zu erhöhen. Schon Weihnachten 2014 hatte Lego in einigen Ländern Lieferschwierigkeiten, darunter Kanada und das Heimatland Dänemark. Derzeit ist Lego dabei, eine Fabrik in China zu bauen, allerdings dürfte die erst 2017 ihren Betrieb aufnehmen.

nck/Reuters

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