Hoffnung auf über eine halbe Milliarde Dollar Levi's will zurück an die Börse

Das Unternehmen, das als Ursprung der Jeans gilt, will nach mehr als 30 Jahren zurück an die Börse. Levi's ist nicht der einzige prominente Konzern, der in diesem Jahr die Wall Street erobern will.

Levi's-Filiale in den USA
AFP

Levi's-Filiale in den USA


Der traditionsreiche Jeans-Hersteller Levi Strauss (Levi's) will bei seiner Rückkehr an die Börse über eine halbe Milliarde Dollar an frischem Kapital bei Anlegern einsammeln. Das Unternehmen plant einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht zufolge, rund 36,7 Millionen Aktien zu einem Preis von je 14 bis 16 Dollar anzubieten.

Der angepeilte Emissionserlös liegt damit zwischen rund 514 Millionen und 587 Millionen Dollar, was einer Gesamtbewertung von bis zu 6,17 Milliarden Dollar (5,49 Milliarden Euro) entsprechen würde. Den Erlös aus dem Börsengang will der Konzern unter anderem für Zukäufe zum Ausbau seines Markenportfolios nutzen.

Die in San Francisco ansässige Jeans-Ikone will ihre Aktien unter dem Kürzel "LEVI" an die New Yorker Börse bringen. Firmengründer Levi Strauss war von Bayern aus zunächst nach New York ausgewandert und 1853 - angelockt vom Goldrausch an der US-Westküste - nach Kalifornien weitergezogen. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Jacob Davis gilt Strauss als Erfinder der Jeans.

Levi's hatte bereits 1971 einen Börsengang vollzogen. Die Erben von Levi Strauss hatten den Kleidungshersteller jedoch 1984 von der Börse genommen. Er ist auch heute noch im Familienbesitz.

Auch eine Reihe anderer prominenter Unternehmen plant noch in diesem Jahr den Gang an die Wall Street, dazu gehören etwa der Fahrdienst Uber, die Foto-Plattform Pinterest und der Ferienwohnungen-Vermittler AirBnB.

mal/dpa/Reuters



insgesamt 6 Beiträge
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rainer-rau 12.03.2019
1.
Sind die Erkenntnisse über Sweatshops so wenig verbreitet oder werden sie einfach ignoriert?
fatherted98 12.03.2019
2. komisch....
...es ist gerade 30 Jahre her das ich mir meine letzte Levis Jeans gekauft habe....also an mir verdienen die nichts mehr....und schon geraume Zeit. Vielleicht müssen sie deshalb an die Börse?
neuzugang1974 12.03.2019
3. Levi (Löb) stammte aus Franken...
... nicht Bayern. Einfach mal einen Abstecher ins Buttenheimer Museum unternehmen ;-)
BorisBombastic 12.03.2019
4. Zerfall eines Familienunternehmens mit schwacher Strategie
Es ist wohl eher ein Zeichen der Schwäche. Innerhalb der Familie gibt es keine geeigneten Nachfolger für Bob Haas, der lange die Geschicke des Unternehmens kontrolliert hat. Das Markenportefolie LS&Co ist in der Tat recht dürftig. Die Marke Dockers gehört nicht gerade zu den Topperformern. Die einzige starke Marke Levis erfährt gerade eine kleine Renaissance. Jedoch ob das lange andauert ist nach derzeitiger Markenführung und Distributionsstrategie auch eher fraglich. Das Unternehmen hat "Baustellen" ohne Ende. Die 500 M US sind da schnell verbraucht. Starke globale Modelabels mit Zugkraft sind für den Betrag kaum zu finden.
c.PAF 12.03.2019
5.
Levi's? Nein danke. Ich habe 35 Jahre lang ausschließlich die 501 getragen. Aber die Qualität wurde irgendwann so unterirdisch, daß ich mich verabschiedet habe. Nun hat sogar meine Billigjeans einen dickeren Stoff als die aktuellen 501. Klar, daß die nun plötzlich Geld brauchen...
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