LGBTQ-Steinchen Lego verkauft Regenbogen-Set mit Dragqueen

Der Spielkonzern Lego verkauft ab Juni ein Set Spielfiguren in Regenbogenfarben – und ohne eindeutige Geschlechtszuordnung. Der Titel des Projekts: »Alle sind fantastisch«.
Neues Lego-Produkt »Alle sind fantastisch«

Neues Lego-Produkt »Alle sind fantastisch«

Foto: LEGO

Lego bringt mit Verkaufsstart 1. Juni ein neues Set auf den Markt, das an die Farben des Regenbogens angelehnt und der »LGBTQIA+-Community« gewidmet ist. Das Akronym fasst eine Reihe von sexuellen Orientierungen sowie Identitäten zusammen und steht für: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Intersex, Asexuell und »alle anderen sich der queeren Community zugehörig fühlenden Menschen«, wie etwa die Universität ETH Zürich die Bedeutung  erklärt.

Ergänzt wird das Regenbogen-Set um die Farben Hellblau, Weiß und Rosa, sie sollen die Trans-Szene repräsentieren. Hinzu kommen Schwarz und Braun, »um die Vielfalt der Hautfarben und Hintergründe in der LGBTQIA+-Community anzuerkennen«. Der Titel des Projekts: »Everyone is Awesome« – Alle sind fantastisch. Zuerst berichtete der britische »Guardian« .

Botschaft: »Es gibt einen Platz für dich«

Die Figuren wurden von dem Lego-Designer Matthew Ashton geschaffen. Er habe sie zunächst nur für sich selbst entworfen, am eigenen Schreibtisch, sagte Ashton. Das Set habe allerdings bald intern Aufmerksamkeit erregt. »Andere Mitarbeiter von Lego kamen vorbei, um mir zu sagen, dass sie es toll finden.«

Ein Merkmal der Figuren: Ihnen wurde nicht wie sonst bei Lego meist üblich ein bestimmtes Geschlecht zugeordnet. Sie sollen stattdessen »Individualität ausdrücken und dabei mehrdeutig bleiben«. Einzige Ausnahme: Eine lilafarbene Figur mit stilisierter »Bienenkorbperücke«, wie sie bei Dragqueens beliebt ist. Der Bausatz besteht aus 346 Teilen (eine Pressemitteilung von Lego finden Sie hier ).

Als Kind sei ihm immer von anderen gesagt worden, womit er als Junge spielen sollte, »wie ich laufen, reden, was ich anziehen sollte«, so Designer Ashton gegenüber dem »Guardian«. Er habe sich rückblickend immer gewünscht, als Kind das Gefühl vermittelt zu bekommen: »Das wird schon werden, es gibt einen Platz für mich.«

beb
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