Zinsmanipulationen Chef der niederländischen Rabobank gibt auf

Es soll ein Schlussstrich unter den Libor-Zinsskandal sein: Die niederländische Rabobank hat sich mit europäischen und amerikanischen Behörden auf ein Bußgeld von 774 Millionen Euro verständigt. Bankchef Moerland erklärte seinen Rücktritt.
Rabobank in Utrecht: Bankchef erklärt Rücktritt

Rabobank in Utrecht: Bankchef erklärt Rücktritt

Foto: Koen Van Weel/ dpa

Amsterdam - Der Chef der niederländischen Rabobank, Piet Moerland, tritt wegen des Libor-Skandals zurück. Moerland gibt seinen Posten mit sofortiger Wirkung auf, teilte die Bank am Dienstag mit. Sein Vertrag wäre erst im kommenden Jahr ausgelaufen. Als Übergangschef soll zunächst Rinus Minderhoud agieren.

Im Skandal um die manipulierten Zinssätze muss die Rabobank ein Bußgeld von 774 Millionen Euro bezahlen. Die Bank traf mit britischen, amerikanischen und niederländischen Behörden einen außergerichtlichen Vergleich. Rund 30 Angestellte der Rabobank seien in die Manipulationen verwickelt gewesen, allerdings niemand aus dem Top-Management.

Im vergangenen Jahr war herausgekommen, dass Mitarbeiter mehrerer internationaler Großbanken den Satz für die wichtigen Referenzzinsen jahrelang mit falschen Angaben verschoben hatten, um höhere Gewinne einzustreichen.

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Grafikstrecke: So funktioniert die Zinsmanipulation

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cte/Reuters/dpa