Reaktion auf Bauernproteste Lidl macht Schweinefleisch teurer

Nach heftigen Bauernprotesten hat der Discounter Lidl ein Rettungspaket für die Landwirtschaft geschnürt. Die Kosten werden teils auf die Kunden umgelegt.
Lidl-Markt in Fellbach bei Stuttgart

Lidl-Markt in Fellbach bei Stuttgart

Foto: A3537 Marijan Murat/ dpa/dpaweb

Der Discounter Lidl hat als Reaktion auf die jüngsten Protest- und Blockadeaktionen von Landwirten die Preise für Schweineprodukte erhöht. Konkret stieg der Einkaufspreis für zehn Artikel aus dem Schweinefleischsortiment um einen Euro pro Kilogramm.

Lidl hatte vergangene Woche angekündigt, über die Initiative Tierwohl 50 Millionen Euro zusätzlich an Landwirte auszuzahlen. Jetzt folge eine weitere Soforthilfemaßnahme für die unter Druck stehenden Schweinebauern, hieß es. Am Freitag will Lidl-Konkurrent Aldi Gespräche unter anderem mit der Bauern-Protestbewegung »Land schafft Verbindung« führen.

Die sich in Existenznot sehenden Bauern klagen über zu geringe Erzeugerpreise und ein aus ihrer Sicht unfaires Gebaren der Einzelhandelsketten. In den vergangenen zwei Wochen blockierten sie mit ihren Traktoren in vielen Städten Zentrallager.

Der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) im niedersächsischen Damme, Torsten Staack, begrüßte die Reaktion Lidls. Er gehe davon aus, dass auch andere Händler nachziehen werden, sagte er.

ssu/dpa-AFX
Mehr lesen über