Lidl, Rewe und Edeka Supermärkte und Discounter verbannen weitere Plastikprodukte

Rewe, Lidl und Edeka wollen bestimmte Plastikprodukte aus dem Sortiment nehmen. Damit kommen sie einem EU-Vorschlag zuvor, Kunststoffverpackungen drastisch zu reduzieren.
Foto: Patrick Pleul/ dpa

Die Supermarktketten Lidl und Rewe wollen Strohhalme aus Plastik bis Ende 2019 aus dem Sortiment nehmen. Das gaben die Unternehmen in Pressemitteilungen bekannt. Auch Penny und toom Markt, die der Rewe Group angehören, geben der Rewe-Mitteilung zufolge den Verkauf der umweltschädlichen Trinkhalme auf. Edeka entwickelt ebenfalls Mehrwegartikel als Alternative für bisherige Einwegartikel.

Ab 2020 werde es in 3200 Lidl-Märkten und 6000 Märkten der Rewe-Group keine Plastikstrohhalme mehr geben. Bei der Rewe Group werde dadurch jährlich auf den Verkauf von 42 Millionen Plastikhalmen verzichtet. Lidl weitet seinen Verkaufsstopp auch auf weitere Einwegplastikartikel aus, darunter Einwegbecher und -gläser, Teller, Besteck und Wattestäbchen mit Plastikschaft.

Ohne Verpackung, dafür mit Laser-Logo

Bereits Anfang 2018 hatten einige Lebensmittelketten in Deutschland angekündigt, Plastikverpackungen in Supermärkten drastisch zu reduzieren. Seither haben verschiedene Ketten einzelne Maßnahmen umgesetzt, wie etwa Gemüse und Obst unverpackt zu verkaufen, oder Biogemüse mit Laser-Logos zu versehen. Bereits 2017 haben mehrere Supermarktketten Plastiktüten abgeschafft. Lidl berechnete, dass allein durch diese Maßnahme in den eigenen Märkten rund 3500 Tonnen Kunststoff jährlich eingespart werden konnte.

EU-Kommission will Einwegmüll im Meer um 30 Prozent reduzieren

Restbestände wollen die Unternehmen ab sofort nach und nach abverkaufen. Ab dem kommenden Frühjahr will Rewe bei Trinkhalmen dann Alternativen aus Papier, Weizengras oder Edelstahl in seinem Sortiment anbieten. Bei Lidl sollen Einweggeschirr und Wattestäbchen durch Produkte aus recyclebaren Materialien ersetzt werden. Bei Edeka bestünden Becher bereits aus 70 Prozent natürlichen Materialien wie Bambus.

Mit der neuen Sortimentsänderung kommen Lidl, Edeka und die Rewe Group einem Vorschlag der EU-Kommission zuvor, Einweggeschirr aus Plastik zu verbieten. Bis 2020 will die Kommission Einwegmüll im Meer um 30 Prozent reduzieren; das EU-Parlament strebt ein ehrgeizigeres Ziel von 50 Prozent bis 2030 an.

ans/dpa
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