Starkes Sommergeschäft Lufthansa macht Milliardengewinn

Die Lufthansa befindet sich im laufenden Jahr auf Rekordkurs: Im dritten Quartal erzielte die Fluggesellschaft einen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro.

Lufthansa-Maschine startet in Frankfurt am Main
dapd

Lufthansa-Maschine startet in Frankfurt am Main


Die Lufthansa ist nach einem starken Sommergeschäft auf Kurs zu einem neuen Rekordgewinn. Höhere Ticketpreise und ein gutes Frachtgeschäft trieben den operativen Gewinn im dritten Quartal um fast ein Drittel auf gut 1,5 Milliarden Euro, teilte der Dax-Konzern in Frankfurt mit.

Nach neun Monaten steht damit ein operatives Ergebnis von fast 2,6 Milliarden Euro zu Buche. Der Vorstand um Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht den Konzern damit auf Kurs, den operativen Gewinn in diesem Jahr über die 1,75 Milliarden Euro von 2016 hinaus zu steigern.

Der Überschuss sank im dritten Quartal nach einem Sondereffekt aus dem Vorjahr zwar um 17 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Im vierten Quartal winkt dem Konzern allerdings ein hoher Sondergewinn aus dem Tarifabschluss mit den Piloten. Damit sollte die Lufthansa ihren Nettogewinn von 1,8 Milliarden Euro aus dem Vorjahr übertreffen und den dritten Rekord in Folge hinlegen können.

Der größte Teil der Kosten durch die Übernahme von Teilen des insolventen Rivalen Air Berlin schlägt sich erst Anfang 2018 in den Lufthansa-Zahlen nieder. Die Lufthansa hat sich Mitte Oktober mit der Air Berlin auf den Kauf derer Töchter Niki und LGW für 210 Millionen Euro geeinigt und übernimmt rund 1700 Mitarbeiter.

Zudem ist die Lufthansa an einer Übernahme von Teilen der insolventen Alitalia interessiert. Berichten zufolge will die Fluggesellschaft dafür 500 Millionen Euro ausgeben.

bam/Reuters/dpa

insgesamt 10 Beiträge
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friederrich 25.10.2017
1. Immer auf Kosten der Passagiere
Kein Wunder, dass die Lufthansa derzeit guten Gewinn macht, aber das ist kurzfristig und geht immer auf Kosten der Passagiere. Zum Beispiel: Gestern LH 464 von Frankfurt nach Orlando, zweimal kurzfristig das Abfluggate gewechselt, also erstmal Spurt durch die langen Hallen von FRA. Dann der Jumbo überbucht und heftige Aufrufe zum Verzicht. Schließlich wurde noch das Abendessen eingespart, angeblich wegen heftiger Turbulenzen, die aber seltsamerweise im Flugzeug kaum zu spüren waren. Etwa 90 Minuten vor Landung gab es dann noch einmal "Getränkeservice", allerdings nicht einmal mit Kaffee. Entschuldigungen, Bedauern? Es steht zu befürchten, dass sich dieses Verhalten in Zukunft verstärkt. Es gibt ja ein Beispiel, bei dem es auch so angefangen hatte: Air Berlin.... Da ist es kein Wunder wenn die Lufthansa die Air-Berlin-Mitarbeiter gar nicht übernehmen will, von dem ganzen Geschacher um die fragwürdige "Teil-Übernahme" mal ganz abgesehen ...
Rafaelblond 25.10.2017
2. Kein Wunder
.... wundert mich nicht: Gestern - Frankfurt München nur Hinflug EUR 476,-
INGXXL 25.10.2017
3. #2
ALSO mit der Bahn von Frankfurt nach München dauert etwas über 3 h und kostet mit Bahnkart 50 da. 50 Euro. Die S Bahn vom Airport zum Hbf braucht fast 1h Stunde. ALSO Wer von Frankfurt nach München fliegt hat selbst schuld.
J. Hotzenplotz 25.10.2017
4. #1: Ist ja unglaublich!
Gleich zweimal das Gate gewechselt und obendrein kein Dinner! Wow!!! Schon mal drüber nachgedacht, daß Fraport für die Gates zuständig ist? Und wie groß das Gezeter gewesen wäre, wenn beim Essen die Teller und Gläser durch die Sitzreihen gesegelt wären? Fliegen Sie doch mit den Billigheimern, da ist ja alles bestens! Freuen wir uns doch, daß dieses deutsche Unternehmen so erfolgreich ist und das der CEO das alles gut im Griff hat. Und sein kürzlich erhötes Salär hat er in der Tat verdient, wenn die Zahlen so kommen. Chapeau!!!
sokrator 25.10.2017
5. Bravo
Nach vielen Jahren mit Problemen ein sehr ordentlicher Gewinn. Wenigstens investiert Lufthansa in Arbeitsplaetze in Deutschland. Wem das nicht gefaellt, soll eben auf andere Linien u msteigen mit allen Konsequenzen. FRA- MUC ist sehr teuer zu fliegen, die Bahn bietet die Strecke auch an, dauert nur etwas laenger, aber das entscheidet jeder fuer sich...
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