Lufthansa Arbeitsgericht erlaubt Pilotenstreik

Der Pilotenstreik kommt: Das Arbeitsgericht Frankfurt hat einen Eilantrag der Lufthansa abgewiesen.

Lufthansamaschinen am Boden (Archiv)
REUTERS

Lufthansamaschinen am Boden (Archiv)


Der für Mittwoch geplante Pilotenstreik bei der Lufthansa kann stattfinden. Das Arbeitsgericht Frankfurt wies am Dienstag in erster Instanz einen Antrag der Fluggesellschaft auf eine einstweilige Verfügung ab. Das Gericht ließ aber die Berufung beim Landesarbeitsgericht zu, das noch am Abend tagen könnte, sofern die Parteien es anrufen. Die Lufthansa erklärte umgehend, sie werde die Entscheidung in der nächsten Instanz anfechten.

Das Gericht scheute einen Eingriff in die Tarifautonomie: "Wir dürfen Tarifpolitik unsererseits nicht einer Bewertung unterziehen. An Tarifpolitik dürfen wir als staatliches Gericht nicht heran", erklärte der Vorsitzende Richter Martin Becker schon während der Verhandlung. Lufthansa-Anwalt Thomas Ubber hatte vor weiteren Streiks gewarnt, sollte das Gericht den aktuellen Arbeitskampf zulassen.

Von dem Streik am Mittwoch sind rund 100.000 Passagiere betroffen. Es handelt sich um den 14. Streik in der laufenden Tarifauseinandersetzung. Dieses Mal geht es ausschließlich um die Tarifgehälter von rund 5400 Piloten der Lufthansa , der Lufthansa Cargo und der Tochtergesellschaft Germanwings. Die Piloten verlangen Tariferhöhungen von 22 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren.

beb/dpa



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