Cityline Lufthansa verlagert Flieger auf Regionaltochter

Das Sparprogramm der Lufthansa geht voran: Der Konzern wird 2015 acht Langstreckenjets auf die Tochter Lufthansa-Cityline übertragen. Die Pilotengewerkschaft Cockpit kritisierte die Verlagerung, segnete sie aber letztlich ab.

Lufthansa-Logo: Konzerninterne Lösung für Sparkurs
dpa

Lufthansa-Logo: Konzerninterne Lösung für Sparkurs


Frankfurt am Main - Die Lufthansa hat eine konzerninterne Lösung für die geplanten kostengünstigeren Langstreckenflüge gefunden. Man werde im kommenden Jahr acht Langstreckenjets vom Typ Airbus A340-300 auf die Tochter Lufthansa-Cityline übertragen und sie dann samt Cockpitbesatzung zurückleasen, bestätigte ein Unternehmenssprecher am Freitag. Es gehe um mehr als 160 Piloten und Co-Piloten.

Über den Einsatz der Piloten sei eine umfassende Vereinbarung mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) getroffen worden. Bei der Cityline gebe es wegen des Teilabbaus der Flotte einen großen Personalüberhang. Die Mitarbeiter seien daher froh über die Möglichkeit, auf der A340 weiterfliegen zu können. Sie sollen zunächst bei der Lufthansa auf dem für sie neuen Flugzeugmuster ausgebildet werden und dann zu rund 20 Prozent geringeren Kosten fliegen als ihre Kollegen bei der Konzernmutter.

Die VC kritisierte trotz ihrer Zustimmung die Verlagerung der Maschinen von der Lufthansa auf die in München beheimatete Cityline. Damit entstehe nun bei der Lufthansa-Mutter ein Personalüberhang, der angesichts der nicht mehr wachsenden Flotte nur sehr langsam wieder abgebaut werden könne.

ssu/dpa-AFX



insgesamt 7 Beiträge
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strolchi_whv 12.12.2014
1. So wehrt sich ein Konzern ...
Es wundert mich gar nicht, dass die Lufthansa so entscheidet. Eine Gewerkschaft muss eben auch das Gesamtbild im Auge behalten - aber auf die Weise hat die Pilotengewerkschaft hat eben diese Konsequenzen herausgefordert. Die jetzigen LH Piloten haben also ihren Kollegen einen Bärendienst erwiesen. Bravo.
raoul2 12.12.2014
2. Alle -
außer den Unterstützern der VC - haben das doch längst hervorgesehen (und auch vorhergesagt). Wobei das ja erst eine Light-Version dessen ist, was der Konzern noch so alles tun könnte, um den Erpressungen der Mini-Gewerkschaft etwas entgegenzusetzen.
cirkular 12.12.2014
3. Warum braucht Deutschland eine eigene Fluglinie?
Andere können das deutlich preiswerter. Es wäre Zeit im Rahmen der Globalisierung die europäischen Fluggesellschaften abzuwickeln.
bumminrum 13.12.2014
4. die Piloten der LH
haben völlig überzogen. Das ist dann die Folge wenn es anders am Markt nicht mehr funktioniert.
hevopi 13.12.2014
5. Hilfe durch
weitere Streikaktionen 2015? Wirklich nicht, die LH ist im internationalen Wettbewerb, nicht zuletzt durch die Haltung der Gewerkschaft, längst auf einem letzten Rang. Die zukünftigen Mitarbeiter zahlen die Zeche und wenn dieser Unfug nicht bald ein Ende hat, kostet es noch viele Arbeitsplätze.
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