Kampf um höhere Gehälter Lufthansa-Piloten streiken am Mittwoch

Die Piloten der Lufthansa wollen am Mittwoch streiken. Betroffen sind alle Kurz- und Langstreckenflüge aus Deutschland. Schon am Dienstag wollen Eurowings-Beschäftigte in den Ausstand treten.

Lufthansa-Maschinen
REUTERS

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Die Piloten der Lufthansa haben zum nächsten Streik aufgerufen. Sie wollen am kommenden Mittwoch den Flugverkehr auf der Lang- und Kurzstrecke der Fluggesellschaft komplett bestreiken. Das kündigte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit an. Betroffen seien alle Flüge aus Deutschland.

Es handelt sich um den 14. Streik in der laufenden Tarifauseinandersetzung. Dieses Mal geht es ausschließlich um die Tarifgehälter von rund 5400 Piloten der Lufthansa Chart zeigen, der Lufthansa Cargo und der Tochtergesellschaft Germanwings. Die Piloten verlangen Tariferhöhungen von 22 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Vor einer Woche waren die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und Lufthansa gescheitert. Kurz danach hatte die Vereinigung Cockpit mit Streiks gedroht. Ausgenommen seien nur die Weihnachtsfeiertage vom 24. bis zum 26. Dezember, die Ausstände würden 24 Stunden vorher angekündigt, hatte die Gewerkschaft mitgeteilt.

Streiks von Eurowings-Beschäftigten am Dienstag

Überdies hat die Gewerkschaft Ver.di die Kabinenbeschäftigten der Lufthansa-Tochter Eurowings aufgerufen, am Dienstag in Hamburg und Düsseldorf zu streiken. An beiden Standorten sollen die Beschäftigten von fünf Uhr morgens bis 20 Uhr die Arbeit niederlegen, teilte der Bundesvorstand der Gewerkschaft mit. Trotz mehrmonatiger Verhandlungen habe mit dem Vorstand von Eurowings bislang kein Ergebnis über einen Tarifabschluss erzielt werden können.

Ver.di fordert für die rund 460 Kabinenmitarbeiter von Eurowings eine Anhebung der Gehälter und Funktionszulagen von sieben Prozent und 500 Euro Zulage für die Kabinenleitung.

In Hamburg stehen am Dienstag 20 Abflüge und 20 Ankünfte von Eurowings-Maschinen auf dem Flugplan, das ist mehr als jeder zehnte Flug. Betroffen wären damit zwischen 4000 und 4500 Passagiere, falls die Flüge ausfallen sollten.

Der Flughafen Düsseldorf teilte mit, es müsse mit Beeinträchtigungen des Betriebs gerechnet werden. Am Dienstag würden planmäßig 94 Flüge von Eurowings angeboten. Eurowings habe 17 Flugzeuge in Düsseldorf stationiert. Allen Passagieren, die für Dienstag einen Flug mit Eurowings ab oder nach Düsseldorf gebucht haben, werde empfohlen, sich vor Reiseantritt bei der Fluggesellschaft über den aktuellen Stand zu informieren.

Bereits im Oktober war es bei der Lufthansa-Tochter zu Streiks gekommen, die allerdings von der Gewerkschaft UFO ausgerufen worden waren. Die beiden Gewerkschaften konkurrieren um die Vertretung der Kabinenbeschäftigten.

msc/Reuters/dpa



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