Wegen Preiskampf in Europa Lufthansa muss Gewinnziel für 2019 senken

Der harte Wettbewerb in der Luftverkehrsbranche zwingt die Lufthansa, ihre Jahresziele zu drücken. Vor allem die aggressiven Billigairlines machen dem Konzern auf der Kurzstrecke zu schaffen.

Eine Maschine der Lufthansa landet auf dem Frankfurter Flughafen.
Andreas Arnold/DPA

Eine Maschine der Lufthansa landet auf dem Frankfurter Flughafen.


Der heftige Preiskampf im europäischen Luftverkehr durchkreuzt die Gewinnpläne der Lufthansa. Wegen eines "aggressiven" Geschäftsausbaus von Billigairlines und der dadurch fallenden Ticketpreise dürfte der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) des Konzerns in diesem Jahr nur 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro erreichen, teilte Europas größte Fluggesellschaft am Sonntagabend in Frankfurt mit. Bisher war das Management von etwa 2,4 bis 3,0 Milliarden Euro ausgegangen.

Während das Geschäft auf der Langstrecke weiterhin gut laufe, dürfte die Billigtochter Eurowings wegen des harten Wettbewerbs nun die Gewinnschwelle verfehlen und operativ rote Zahlen schreiben, hieß es. Denn Konkurrenten seien bereit, erhebliche Verluste hinzunehmen, um ihre Marktanteile auszubauen. Dies geht auch an Eurowings nicht spurlos vorüber. Die Lufthansa-Führung geht zudem davon aus, dass der europäische Markt mindestens bis Ende 2019 so herausfordernd bleibt.

lie/dpa



insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
geradsteller 17.06.2019
1. Ist ein Wenig, wie beim Fleisch:
Im Sinne von Umwelt, Qualität, Verbraucherorientierung, Umwelt und Fairness wäre es gut, wenn die Billigheimer verschwinden und Qualität (der Klassischen Carrier) sich durchsetzt: Qualität hat ihren Preis, verhindert aber auch seltsame (internationale) Auswüchse. Man drückt da der LH die Daumen.
Gluehweintrinker 17.06.2019
2. Die Billigstfliegerei muss schleunigst enden
Der Trend geht zum 10. bis 15. Kurzurlaub / Städtetrip im Jahr. Getrieben vom Selfiewahn bei Instagram und Facebook strömen die Massen von einer europäischen Metropole zur nächsten. Allein am Frankfurter Flughafen stiegen die Passagierzahlen von 2017 auf 2018 um 7,8%, ähnlich wie der gesamte Luftverkehr weltweit. Das kann so nicht weiter gehen. Eine CO2-Steuer muss her, Kerosin muss besteuert werden und Bahntickets sind von allen Steuern zu befreien. Wenn wir Klima und Umwelt noch retten wollen, dann muss auch mit der exzessiven Billigfliegerei Schluss sein. Wenn es die Preise nicht regeln sollen, dann eine Kontingentierung, aber es wird nicht ohne massive Einschnitte gehen, die auch bedeuten werden, dass wir uns vom jetzigen Lebensstil flott verabschieden müssen.
brooklyner 17.06.2019
3.
Die lächerliche "5 - Star Airline"? Habe letzte Woche das Foto eines Freundes aus der LH Business Class von Frankfurt nach Dubai bekommen und war erschüttert. Ein etwas grösserer Sitz und ein Tischdeckchen, das war's. Da lobe ich mir die Finnair im 350-900 Airbus mit iittala Geschirr, tollem full size Bett und fantastischem Service. So wie es auch bei der guten alten Airberlin war. Aber Lufthansa? Never, auch wegen der seltsamen "Senatoren" und Hon(k)s in der Lounge.
ich2010 17.06.2019
4.
Zitat von brooklynerDie lächerliche "5 - Star Airline"? Habe letzte Woche das Foto eines Freundes aus der LH Business Class von Frankfurt nach Dubai bekommen und war erschüttert. Ein etwas grösserer Sitz und ein Tischdeckchen, das war's. Da lobe ich mir die Finnair im 350-900 Airbus mit iittala Geschirr, tollem full size Bett und fantastischem Service. So wie es auch bei der guten alten Airberlin war. Aber Lufthansa? Never, auch wegen der seltsamen "Senatoren" und Hon(k)s in der Lounge.
Buiness würde ich Qatar Airways vorziehen. Dann kann selbst Finnair imho nicht mithalten. Etihad war schon sehr gut, aber Qatar ist unschlagbar.
nuramnoergeln 17.06.2019
5.
Wer Service wie eine Billigairlines bietet und Preise wie eine Luxusfirma aufruft braucht sich nicht zu wundern, wenn die Kunden wo anders hingehen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.