Tarifverhandlung Lufthansa-Konzern und Piloten nähern sich an

Die erste gute Nachricht: Lufthansa-Konzern und Piloten nähern sich im zähen Tarifstreit nach SPIEGEL-Informationen an. Die zweite: Streiks zum Auftakt der Feriensaison sind ausgeschlossen.

Lufthansa-Flugzeuge am Flughafen von Frankfurt am Main
DPA

Lufthansa-Flugzeuge am Flughafen von Frankfurt am Main


In die seit mehr als zwei Jahren andauernden Tarifverhandlungen der Lufthansa-Führung mit den Konzernpiloten kommt Bewegung. Das geht aus einem gemeinsamen Informationsschreiben der Firmenleitung und der zuständigen Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hervor, das am Freitag an die rund 4500 Flugzeugführer verschickt wurde.

Darin teilen Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens und VC-Präsident Ilja Schulz den Cockpitbeschäftigten mit, dass sich beide Seiten vorgenommen haben, künftig nicht nur die Themen Alters- und Übergangsversorgung sowie Vergütung zu behandeln, sondern "alle offenen Tarifthemen in die Gespräche aufzunehmen, um den Lösungsraum für die weiteren Verhandlungen zu erweitern".

Ziel sei es, bis Ende Juli "zu entscheidenden Fortschritten bzw. zu Tarifabschlüssen zu kommen".

Streiks der Piloten sind zum Auftakt der Feriensaison damit also erst einmal ausgeschlossen. Die überraschende Annäherung wurde möglich, weil beide Seiten in den vergangenen Wochen Zugeständnisse signalisiert haben. So rückte die Firmenführung von ihrer Drohung ab, Piloten künftig nur noch bei Töchtern oder Billigablegern wie Eurowings einzustellen und zu befördern. Die VC-Vertreter wiederum erklärten sich zu Zugeständnissen bei der Vergütung und Arbeitszeit ihrer Kollegen bereit.



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