Kabinengewerkschaft Statt Lufthansa - UFO will Tochterunternehmen bestreiken

Den angekündigten Warnstreik bei der Lufthansa hat die Kabinengewerkschaft UFO wieder abgesagt. Dafür will sie jetzt die Konzerntöchter bestreiken. Tausende Passagiere könnten betroffen sein.

Die Fluggewerkschaft UFO will am Sonntag auch Lufthansa-Tochter Eurowings bestreiken
Marcel Kusch / DPA

Die Fluggewerkschaft UFO will am Sonntag auch Lufthansa-Tochter Eurowings bestreiken


Der für Sonntag angekündigte Warnstreik bei der Lufthansa ist aufgehoben. Dafür sollen nun Maschinen der deutschen Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress am Sonntag zwischen 5 und 11 Uhr bestreikt werden, hieß es von der Kabinengewerkschaft UFO.

Durch den Lufthansa-Streik wären möglicherweise 160 Flüge betroffen gewesen. Lufthansa habe mit einer freiwilligen Entgelterhöhung von zwei Prozent bis Ende des Jahres jedoch die Gewerkschaftsforderungen erfüllt, teilte UFO mit.

Dafür könnten nun Passagiere auf mehr als 300 Flügen der Tochtergesellschaften das Nachsehen haben. Neben München und Frankfurt sollen auch Eurowings-Basen wie Düsseldorf, Stuttgart oder Berlin betroffen sein.

Die Gewerkschaft hatte für die rund 22.000 Flugbegleiter bei der Lufthansa offiziell 1,8 Prozent mehr Geld verlangt. Für die übrigen Gesellschaften fordert UFO jedoch noch andere spezifische Tarifziele.

Hinter dem Arbeitskampf steckt ein tiefes Zerwürfnis zwischen UFO und dem Lufthansa-Konzern. Das Unternehmen erkennt den UFO-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen. (Lesen Sie hier mehr über den Streit.)

fek/dpa/Reuters



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