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15. Februar 2017, 12:16 Uhr

Streit über Gehälter

Lufthansa und Piloten einigen sich auf Lohnerhöhung

Die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit haben ihren zähen Lohnstreit beigelegt. Die 5400 Piloten erhalten nun 8,7 Prozent mehr Geld über sieben Jahre. Doch es gibt weiteren Ärger.

Die Lufthansa und die Piloten haben eine Lösung im Konflikt um die Lohntarife gefunden. Beide Seiten haben eine entsprechende Schlichterempfehlung angenommen, teilte der Lufthansa-Konzern mit.

Demnach erhalten die 5400 Lufthansa-Piloten nun 8,7 Prozent mehr Geld über sieben Jahre. Sie hatten rückwirkend ab 2012 rund 3,7 Prozent mehr Gehalt im Jahr gefordert. Die Lufthansa bot bei einer Laufzeit von sechs Jahren eine Lohnsteigerung von 0,7 Prozent pro Jahr. Die Laufzeit der Vergütungstarifverträge gilt bis Ende 2019.

Zusätzlich gibt es laut Lufthansa eine Einmalzahlung im Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro, was voraussichtlich einer Ausschüttung von 5000 bis 6000 Euro je Beschäftigten entspreche.

Zudem haben beiden Seiten nach Angaben der Lufthansa vereinbart, die Gespräche zu allen offenen Tarifthemen fortzusetzen, um Kostensenkungen im Rahmen einer Gesamtlösung zu erreichen. Ungelöst sind etwa die wesentlich schwierigeren Fragen zum Vorruhestand und zu den Betriebsrenten. Die Piloten streiken seit 2014 immer wieder und legten in der Zeit den 120.000 Mitarbeiter starken Konzern 14-mal lahm.

Schlichter Gunter Pleuger hatte seit Mitte Januar mit den Tarifparteien Kompromisslinien ausgelotet und Ende voriger Woche seinen vertraulichen Lohnvorschlag vorgelegt.

msc/Reuters/dpa

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