Tarifkonflikt Lufthansa und UFO einigen sich bei Tochter CityLine

Sie können sich auch einigen: Für die Regionalflugtochter CityLine haben Lufthansa und Kabinengewerkschaft UFO einen Tarifabschluss erzielt. Der betrifft rund 900 Flugbegleiter.
Ein Passagierflugzeug der Lufthansa CityLine auf dem Frankfurter Flughafen

Ein Passagierflugzeug der Lufthansa CityLine auf dem Frankfurter Flughafen

Foto: Silas Stein/ DPA

Das Tarifpaket für CityLine steht: Die Lufthansa teilte mit, es gebe neue Regelungen zu Ergebnisbeteiligung, betrieblicher Altersversorgung, Altersteilzeit und Ausbildung für das Kabinenpersonal. Dies seien "gute Ergebnisse", sagte ein Sprecher der Flugbegleitergewerkschaft UFO.

Nach Angaben der Lufthansa sei auch die Ausbildungsförderung neu geregelt worden. Unterzeichnet wurde der Tarifbeschluss demnach sowohl von der Gewerkschaft Ver.di als auch von der UFO.

"Für unser Unternehmen, unsere Mitarbeiter und Kunden ist es wichtig, dass die bei uns seit Langem gelebte vertrauensvolle Partnerschaft mit Ver.di und UFO fortbesteht", erklärte CityLine-Geschäftsführer Carsten Wirths.

Nun würden bereits Gespräche über neue Einsatzgebiete in "konstruktiver Atmosphäre" geführt, teilte die Lufthansa mit. Hierbei könnte es sich um künftige Langstreckenflüge der Lufthansa-Gruppe handeln, die bislang von Crews der SunExpress geflogen worden sind. Laut UFO wird auch noch über höhere Vergütungen für die Flugbegleiter gesprochen.

Allerdings bleibt offen, wie es mit der weiterhin ausstehenden Schlichtungsvereinbarung der deutlich größeren Kerngesellschaft Lufthansa mit rund 21.000 Flugbegleitern weitergeht.

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Lufthansa mit massiven Flugausfällen gegeben. Auch bei der Billigflugtochter Eurowings steht die Einigung noch aus.

caw/dpa/AFP/Reuters