Luftfahrt Lufthansa verzichtet auf Entlassung von Piloten

In der Coronakrise baute die Lufthansa Zehntausende Jobs ab. Auch den Piloten drohte der Konzern mit betriebsbedingten Kündigungen – doch die sind nun endgültig vom Tisch.
Piloten der Lufthansa (Archivbild): weiterer Stellenabbau, aber keine betriebsbedingten Kündigungen

Piloten der Lufthansa (Archivbild): weiterer Stellenabbau, aber keine betriebsbedingten Kündigungen

Foto: Jan Woitas/ picture alliance / dpa

Die Lufthansa hat ihren Piloten nach fast zwei Jahren Coronakrise Entwarnung gegeben: Betriebsbedingte Kündigungen sind vom Tisch. Ein Personalüberhang im Cockpit soll durch weitere Programme zum freiwilligen Ausscheiden und Teilzeitlösungen sozialverträglich abgebaut werden. »Im Ausblick darauf verzichtet Lufthansa Airlines auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen für das Cockpitpersonal«, erklärte das Unternehmen.

In der Coronakrise hatte sich die Airline von Zehntausenden Beschäftigten getrennt. Wie viele der einst 5000 Flugzeuglenker der Kernmarke die Airline verlassen haben oder noch ausscheiden werden, konnte die Lufthansa nicht beziffern. Rund 1100 Cockpit-Beschäftigte waren nach früheren Unternehmensangaben zu viel an Bord. Neue Jobs müssen zum Beispiel noch für Beschäftigte der Lufthansa-Tochter Germanwings gefunden werden, die in der Krise geschlossen worden war.

Vorstandschef Carsten Spohr hatte während der Verhandlungen mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit über tarifliche Zugeständnisse in der Krise mehrmals mit Kündigungen gedroht. Aber schon im August hieß es, auf dieses harte Mittel könne voraussichtlich verzichtet werden. Mittlerweile sind die Aussichten mit der Erholung der Nachfrage nach dem Einbruch in der Pandemie wieder so gut, dass die Lufthansa die zeitweise eingestellte Ausbildung von jungen Pilotinnen und Piloten erneut starten kann.

mik/Reuters
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