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Containerschiffe: Das einsame Leben auf den Megapötten

Foto: Gregers Heering

Dänischer Mega-Frachter Majestät aus Stahl

Ein Monat auf dem Meer: Der dänische Fotograf Gregers Heering ist auf einem der größten Containerschiffe der Welt mitgefahren. Seine Bilder liefern einen tiefen Einblick in den Maschinenraum des globalen Handels.

Ob Teddybär oder Flachbildschirm - vieles, was die Europäer einkaufen, hat eine lange Reise hinter sich. In immer größeren Containerschiffen befördern Importeure die Konsumgüter aus Asien zu den europäischen Häfen. Der Frachter "Majestic Mærsk" der dänischen Reederei Mærsk ist ein solcher Riese: 400 Meter lang, mit einer Kapazität von mehr als 18.000 Standardcontainern.

Nur 22 Mitglieder umfasst die Schiffsbesatzung. Weil jede Minute der Crew durchgetaktet ist, bleibt Passagieren der Zutritt in der Regel untersagt. Der dänische Fotograf Gregers Heering durfte im Februar 2014 dennoch auf der "Majestic Mærsk" mitreisen: 32 Tage lang, von Hongkong durch den Indischen Ozean und den Suezkanal bis nach Algeciras in Spanien. Die Standardroute der Globalisierung.

Jetzt hat Heering seine Fotos veröffentlicht. Sie zeigen eine Welt, die für die meisten verschlossen bleibt. Die Bilder zeugen von einsamen Schichten an Bord des Frachters, aber auch von der logistischen Höchstleistung des Welthandels, der niemals eine Pause einlegt. "Während der Fahrt fühlte ich mich manchmal wie in einem Science-Fiction-Film", sagt Heering. Die gesamte Fotoserie ist noch bis zum 23. Mai 2015 in der Ausstellungshalle "The Gallery " in Kopenhagen zu sehen.

msk
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