Bankrotte Fluggesellschaft Malaysia Airlines erwägt neuen Namen

Neue Marke, besseres Image: Diese Strategie diskutiert Malaysia Airlines. Doch es gibt ein Problem. Während der alte Name viele Kunden abschreckt, zeigen sich andere besonders solidarisch.

Flugzeug der Malaysia Airlines: Firmenname wird mit Katastrophen in Verbindung gebracht
AFP

Flugzeug der Malaysia Airlines: Firmenname wird mit Katastrophen in Verbindung gebracht


Die bankrotte Malaysia Airlines erwägt eine Umbenennung. Nach den beiden Flugzeugkatastrophen werde über einen neuen Namen diskutiert. Dabei stehe die Airline nach Angaben ihres deutschen Chefs Christoph Müller jedoch vor einem Dilemma.

Auf dem Heimatmarkt habe die Kundentreue nach den Unglücken zugenommen, sagte Müller dem US-Nachrichtensender CNN. Dies sei wertvoll und müsse erhalten werden. Im Ausland hingegen werde der Firmenname mit den Katastrophen in Verbindung gebracht. Nun werde sowohl firmenintern als auch mit in- und ausländischen Kunden über eine Namensänderung gesprochen.

Das Unternehmen ist doppelt angeschlagen:

  • Da war das Katastrophenjahr 2014, das dem Image der Linie heftigen Schaden zugefügt hat: Am 8. März verschwand Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Von der Maschine und den 239 Menschen an Bord fehlt bis heute jede Spur. Am 17. Juli dann wurde MH17 über der Ukraine abgeschossen, 298 Menschen starben.
  • Doch bereits vor den Flugzeugunglücken hatte die Fluglinie massive Probleme. Missmanagement, Korruption und eine ordentliche Dosis Größenwahn führten dazu, dass das Unternehmen seit 2011 Jahr für Jahr Verlust machte. Im Herbst 2014 griff die Regierung ein, Malaysia Airlines gehört seitdem dem Staatsfond Khazanah Nasional.

Müller, der im Mai den Chefposten bei Malaysia Airlines übernommen hatte, soll das Unternehmen aus der Krise holen. Erst in der vergangenen Woche waren 6000 Mitarbeiter entlassen worden.

brk/dpa



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dredich_41 09.06.2015
1. Malaysia Airlines
hiess mal MAS (Malaysian Airlines). Und mas heisst in der Landessprache Bahasa Malaysia "Gold". Vielleicht sagt das mal jemand dem Herrn C. Müller
danielgoldstein 09.06.2015
2. bevor sie den Namen ändert
sollte die Fluggesellschaft mal Druck machen auf die MH17 Ermittler damit die endlich mit der Wahrheit herausrücken.
maximilianhoffahrt 09.06.2015
3. tja
wann kapieren Leute, dass die Gesellschaft nichts dafür kann, wenn die Maschine von den Russen abgeschossen wurde.
jupp78 10.06.2015
4.
Zitat von danielgoldsteinsollte die Fluggesellschaft mal Druck machen auf die MH17 Ermittler damit die endlich mit der Wahrheit herausrücken.
Was soll das bringen? Was für einen Unterschied macht es, ob die Maschine nun von Unterstützern aus Kiew, Ostukrainern oder halben Russen abgeschossen wurde? Da hat einfach einer im falschen Moment auf den falschen Knopf gedrückt. MH17 ist nicht das Problem, MH370 ist neben vielen anderen Problemen des Missmanagements ein Problem.
danielgoldstein 10.06.2015
5. Ziehen Sie Ihre Schlüsse
Zitat von jupp78Was soll das bringen? Was für einen Unterschied macht es, ob die Maschine nun von Unterstützern aus Kiew, Ostukrainern oder halben Russen abgeschossen wurde? Da hat einfach einer im falschen Moment auf den falschen Knopf gedrückt. MH17 ist nicht das Problem, MH370 ist neben vielen anderen Problemen des Missmanagements ein Problem.
dass Ihre Antwort menschenverachtend ist, wissen Sie wohl selbst. Aber diesen Charakterzug müssen Sie mit sich selbst ausmachen. Das wirtschaftliche Problem für die Malaysia-Airlines das Verbrechen des gezielten Abschusses einer ihrer Zivilmaschine nicht aufgeklärt wird. Und wenn Sie die möglicherweise ebenfalls abgeschossene MH370 mit ins Spiel bringen und Sie den engen zeitlichen Zuammenhang berückichtigen, dann können Sie durchaus ihre Schlüsse ziehen. Mit Mißmanagement hat dies wenig zu tun. Eher mit perversem Politgangstertum
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