Facebook-Aktien verkauft Zuckerbergs Weltverbesserungsdings erlöst 95 Millionen Dollar

Zur Geburt seiner Tochter versprach Mark Zuckerberg, 99 Prozent seiner Facebook-Aktien in die Rettung der Welt zu stecken und gründete dafür eine umstrittene Firma. Nun erhält diese ihre erste Finanzspritze.

Mark Zuckerberg, Priscilla Chan, Max Chan Zuckerberg
DPA

Mark Zuckerberg, Priscilla Chan, Max Chan Zuckerberg


Als Facebook-Chef Mark Zuckerberg versprach, fast seine kompletten Anteile an seiner Firma für wohltätige Zwecke zu spenden, war die Aufregung groß. Zuckerbergs Aktien waren schon damals rund 45 Milliarden Dollar wert, inzwischen ist ihr Wert sogar noch gestiegen.

Der Euphorie folgte aber rasch die Skepsis, als Zuckerberg bekanntgab, dass er das Geld aus den Aktienverkäufen nicht etwa an NGOs oder karitative Verbände spenden werde - sondern in eine Firma namens Chan Zuckerberg Initiative, die laut CCN Money Profit machen und womöglich lobbyieren soll. Der Facebook-Boss, so scheint es, will sich treu bleiben und auch bei der Verbesserung der Welt alle Fäden in der Hand halten.

Bereits im Dezember 2015, kurz nach der Geburt seines ersten Kindes, Tochter Max, hatte Zuckerberg einige seiner Facebook-Anteile an die Chan Zuckerberg Initiative weitergereicht. Nun hat diese ein erstes Aktienpaket verkauft. Laut einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC hat sie knapp 768.000 Facebook-Anteile im Wert von gut 95 Millionen Dollar abgestoßen.

Im Juni hatte die Chan Zuckerberg Initiative ihr erstes größeres Projekt angekündigt. Sie will sich nach eigenen Angaben für ein Unternehmen engagieren, das Softwareentwickler in Afrika ausbildet.

Weitere Mittel für die Rettung der Welt dürften eher langsam fließen. Bereits im Dezember hatte Facebook einer Mitteilung an die SEC geschrieben, dass Zuckerberg von 2016 bis 2018 Aktien im Wert von jeweils nicht mehr als einer Milliarde Dollar abstoßen werde.

Zuckerberg und Chan haben zudem angedeutet, ihr Vermögen größtenteils in die Entwicklung neuer Technologien fließen zu lassen. Ihnen schwebt zum Beispiel vor, Lernprogramme durch Technik zu personalisieren, also gezielt auf die Bedürfnisse, Stärken und Schwächen von Schülern zuzuschneiden. Manche Bildungsexperten fürchten, dass sich Ungleichheiten in der Lerngeschwindigkeit von Kindern auf diese Weise noch größer werden könnten.

ssu



insgesamt 48 Beiträge
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inver 23.08.2016
1. Warum
Oft können private Organisationen besser als staatliche helfen. Die Hilfe muss nicht immer politisch korrekt, sie ist dann pragmatisch. So hat sich z.B. als sinnvoll herausgestellt, die Frauen direkt zu unterstützen, da sie für die Versorgung der Familie zuständig sind!
ironpolem 23.08.2016
2. Er hat es gut gemeint?!
Kinder brauchen Kontakt zu anderen Kindern. Zu viewl PC oder zu viel Smartphone - auch zu viele Lernprgramme - haben Nachteile für das lernende Kind. Kinder müssen an die frische Luft - besser, die müssen Sonne abbekommen. Kurzsichtigkeit bei Kindern steigt mit der Zeit , die sie im Zimmer an Geräten verbringen. Soziale Kompetenz lernt man nicht mit Progarmmen. Aber vielleicht will Z. ja einen neuen Menschen züchten, der digital kompatibel ist....
herrmannherrmann 23.08.2016
3. vielleicht sollte herr Zuckerberg einfach
seiner sozialen verantwortung nachkommen und seine steuern zahlen. mit den steuern ließe sich bestimmt das ein oder andere problem lösen, welches sich gar nicht ergeben würde, wenn jeder brav seine steuern zahlt. das was der typ macht (und das sind ja eigentlich alles tec-firmen in den usa) ist die beweihräuchewrung von steuerbetrügern und sozialschmarozzern. warum bekommt unser unternehmen rechnungen von google und co aus irland, die leute, die uns beraten, sitzen in polen und die werbung wird in deutschland gemacht? mehrwertsteuer muss nur die dumme werbeagentur zahlen, die in deutschland sitzt. und die lemminge finden es auch noch toll und hecheln herrn zuckerberg hinterher. leute: das geld was mrd-fach als gewinn verbucht wird, ist das geld was eigentlich steuergeld ist! das sind keine heiligen - das sind betrüger!
Donald Knapp 23.08.2016
4. Geht es mir nur so oder lesen.....
....auch Andere jede Menge Missgunst und Häme in dem Artikel?
Donald Knapp 23.08.2016
5. Ich hätte eher gedacht das sie.......
Zitat von herrmannherrmannseiner sozialen verantwortung nachkommen und seine steuern zahlen. mit den steuern ließe sich bestimmt das ein oder andere problem lösen, welches sich gar nicht ergeben würde, wenn jeder brav seine steuern zahlt. das was der typ macht (und das sind ja eigentlich alles tec-firmen in den usa) ist die beweihräuchewrung von steuerbetrügern und sozialschmarozzern. warum bekommt unser unternehmen rechnungen von google und co aus irland, die leute, die uns beraten, sitzen in polen und die werbung wird in deutschland gemacht? mehrwertsteuer muss nur die dumme werbeagentur zahlen, die in deutschland sitzt. und die lemminge finden es auch noch toll und hecheln herrn zuckerberg hinterher. leute: das geld was mrd-fach als gewinn verbucht wird, ist das geld was eigentlich steuergeld ist! das sind keine heiligen - das sind betrüger!
....es befürworten würden in den USA keine Steuern zu zahlen, da der amerikanische Monopolkapitalist dieses Geld nur in die Rüstung steckt um die Welt zu unterjochen und niemals in soziale Projekte.
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