Banken-Manager Ex-Commerzbank-Chef Blessing verlässt UBS

Nach nur drei Jahren im Vorstand der UBS verlässt Martin Blessing die Schweizer Bank. Dabei war der frühere Chef der Commerzbank einst als möglicher Nachfolger von Sergio Ermotti gehandelt worden.

Martin Blessing 2015: An der Spitze der Vermögensverwaltung
Frank Rumpenhorst/dpa

Martin Blessing 2015: An der Spitze der Vermögensverwaltung


Ex-Commerzbank-Chef Martin Blessing verlässt die Schweizer Bank UBS. Damit gibt der deutsche Manager nach nur drei Jahren sein Vorstandsmandat auf. Dies teilte die UBS in Zürich mit.

Blessing war im Herbst 2016 in den UBS-Vorstand eingezogen, nachdem er zuvor seinen Vertrag als Commerzbank-Chef nicht verlängert hatte. Er ergriff den deutlich besser dotierten Job in Zürich.

Zu Beginn war der 56-jährige deutsche Manager für das Schweizer Privatkundengeschäft zuständig. 2018 rückte er gemeinsam mit Tom Naratil an die Spitze der Vermögensverwaltung, der wichtigsten Sparte für den Konzern.

Zumindest damals galt Blessing als ein Kandidat für die Ermotti-Nachfolge - allerdings wurden ihm von Anfang an eher Außenseiterchancen eingeräumt.

Iqbal Khan übernimmt

Wegen der zuletzt eher schwachen Entwicklung der Sparte wurde in den vergangenen Wochen bereits über ein Ende der Zeit Blessings bei der UBS spekuliert. Über die genauen Gründe für dessen Rückzug ist bislang nichts bekannt.

Nachfolger als Co-Chef der Vermögensverwaltung ist Iqbal Khan, der bis vor Kurzem noch bei der Credit Suisse war. Khan übernehme den Posten ab Oktober.

Khan leitet künftig die Sparte gemeinsam mit Naratil. Der 43-jährige Schweizer mit pakistanischen Wurzeln kann eine steile Karriere im Bankensektor vorweisen. Er hatte seine Laufbahn in der Unternehmensberatung begonnen und war 2013 nach rund elf Jahren beim Wirtschaftsprüfer Ernst & Young zur Credit Suisse gewechselt.

Zu einer Änderung kommt es auch an der Spitze der UBS-Sparte Asset Management. Die bisherige Investment-Chefin der Sparte, die ehemalige Citigroup-Managerin Suni Hartford, übernehme die Leitung von Ulrich Koerner.

Koerner trete nach zehn Jahren in der Konzernleitung zurück. Koerners Funktion als President UBS Europe, Middle East and Africa übernehme Sabine Keller-Busse zusätzlich zu ihrer aktuellen Funktion als operatives Vorstandsmitglied.

apr/dpa/Reuters



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