Matthias Machnig Ex-Staatssekretär wechselt in die Wirtschaft

Im Wirtschaftsministerium zog er die Fäden für Sigmar Gabriel. Jetzt wechselt Matthias Machnig in die Geschäftsführung eines Energie-Investors und berät eine Investmentbank. Konflikte sieht sein alter Dienstherr nicht.

Matthias Machnig
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In der SPD gilt Matthias Machnig als begnadeter Wahlkämpfer. Legendär war seine Arbeit in der sogenannten Kampa, die Gerhard Schröders Sieg bei den Bundestagswahlen 1998 plante. Zuletzt holte Sigmar Gabriel den 58-Jährigen als Staatssekretär zu sich ins Bundeswirtschaftsministerium. Das war in der letzten Legislaturperiode.

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Danach erging es Machnig so wie den meisten Staatssekretären, nachdem ein Minister mit anderem Parteibuch das Haus übernimmt: Sie werden entlassen. Peter Altmaier (CDU) trennte sich von ihm im April dieses Jahres.

Jetzt hat Matthias Machnig einen neuen Job. Er steigt nach SPIEGEL-Informationen in die Geschäftsführung der Firma InnoEnergy ein, die Start-ups im Bereich erneuerbare Energien finanziert. Machnig soll sich als Stratege etwa um den Aufbau einer europäischen Batteriezellenfertigung für die Automobilindustrie kümmern. Diesen Bereich hatte er auch im Ministerium verantwortet. Neben der Elektromobilität soll auch die Energiewende in seinen Aufgabenbereich fallen.

Daneben heuert Machnig als Berater bei der australischen Investmentfirma Macquarie an. Beide Jobs hat er sich beim alten Dienstherrn, dem Wirtschaftsministerium, genehmigen lassen. Dort wurde kein Interessenkonflikt festgestellt. Eine gesetzliche Karenzzeit gibt es für beamtete Staatssekretäre nicht.

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