Fast-Food-Kette McDonald's entlässt Chef wegen Beziehung mit Mitarbeiterin

Mehr als 20 Jahre lang hat Steve Easterbrook als Führungskraft bei McDonald's gearbeitet, seit 2015 als Chef. Nun muss er gehen - der Vater dreier Kinder hatte sich mit einer Angestellten eingelassen.

Steve Easterbrook: "Das war ein Fehler"
Richard Drew / AP

Steve Easterbrook: "Das war ein Fehler"


Der Vorstandsvorsitzende der amerikanischen Fast-Food-Kette McDonald's ist wegen einer Beziehung mit einer ihm dienstlich unterstellten Person entlassen worden. Mit der Beziehung habe Steve Easterbrook "schlechtes Urteilsvermögen" an den Tag gelegt und gegen Vorschriften der Firma verstoßen, begründete McDonald's die Entscheidung des Aufsichtsrats.

US-Medien zitierten aus einer E-Mail, die Easterbrook am Sonntag an seine Mitarbeiter geschickt haben soll. "Das war ein Fehler", schrieb er demnach. "In Anbetracht der Werte des Unternehmens bin ich auch der Meinung des Aufsichtsrats, dass es für mich Zeit ist weiterzuziehen." Die Beziehung, die zu der Entlassung führte, wurde laut McDonald's von beiden Seiten gewünscht.

Easterbrook ist Brite und stieg 1993 bei McDonald's Großbritannien ein. Er arbeitete sich zum Leiter des Großbritannien- und später des Nordeuropa-Marktes hoch. 2011 verließ Easterbrook die Firma und leitete erst PizzaExpress, danach Wagamama. 2013 kehrte er zu McDonald's zurück.

Er stand seit 2015 an der Spitze der Fast-Food-Kette, die nach Unternehmensangaben an mehr als 38.000 Standorten in mehr als hundert Ländern tätig ist. Easterbrook ist geschieden und Vater dreier Kinder.

Sein Nachfolger bei McDonald's ist dem Unternehmen zufolge Christopher "Chris" Kempczinski, der seit 2017 das USA-Geschäft mit etwa 14.000 Filialen verantwortete. Kempczinski arbeitet seit 2015 für McDonald's, zuvor war er beim Lebensmittelkonzern Kraft Foods tätig.

kko/dpa

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