McDonald's Gentechnik im Burger

McDonald's ist gentechnikfreies Futter zu teuer, deshalb erlaubt der Fast-Food-Konzern nach SPIEGEL-Informationen den Einsatz in der Hähnchenmast. Scharfe Kritik kommt von Greenpeace.
Fast Food von McDonald's: Schnell fertig, aber nicht unbedingt gesund

Fast Food von McDonald's: Schnell fertig, aber nicht unbedingt gesund

Foto: Matthias Schrader/ picture-alliance/ dpa

Hamburg - Der Fast-Food-Konzern McDonald's lässt den Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln in der Hähnchenmast wieder zu. Damit beendet die Burger-Kette nach SPIEGEL-Informationen die seit 2001 bestehende Selbstverpflichtung, europaweit auf den Einsatz von Genfutter bei der Produktion von Chickennuggets und Chickenburgern zu verzichten. Das bestätigte der Konzern in einem Brief an die Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Es gebe keine ausreichenden Mengen an gentechnikfreien Futtermitteln "zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen", heißt es darin. "Für McDonald's zählt nur der Preis", kritisiert Stephanie Töwe-Rimkeit von Greenpeace. Mit jedem Chickenburger bekomme der Kunde in Zukunft ein Menü, das den Einsatz von Gift und Gentechnik in der Landwirtschaft fördere. "Und das, obwohl eine Mehrheit der Verbraucher keine Gentechnik im Essen will!"

Nach Berechnungen von Greenpeace würde sich ein Chickenburger um weniger als einen Cent verteuern, wenn der Konzern weiterhin auf gentechnisch verändertes Futtermittel verzichten würde. McDonald's bestätigte die neue Politik, betonte aber, die Qualität des Essens werde dadurch nicht beeinträchtigt.

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