Hamburger und Pommes für Kiew McDonald’s kündigt Rückkehr in die Ukraine an

Der Außenminister würdigt auf Facebook den Big Mac, der Chef des Präsidentenbüros twittert Pommes-Emoji: McDonald’s plant die Wiedereröffnung ukrainischer Filialen. Wo es losgeht, hat der Konzern schon verraten.
McDonald’s-Restaurant in Kiew (am 25. Februar): Nach dem russischen Überfall geschlossen

McDonald’s-Restaurant in Kiew (am 25. Februar): Nach dem russischen Überfall geschlossen

Foto: Valentyn Ogirenko / REUTERS

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges sind die McDonald’s-Filialen in der Ukraine geschlossen – nach dem Willen des Konzerns soll sich das bald ändern: Die ersten Lokale sollten in den kommenden Monaten wieder Kunden begrüßen, teilte der Fastfood-Riese am Donnerstag mit. Zunächst seien Niederlassungen in der Hauptstadt Kiew und im Westen der Ukraine dran – dann sollten schrittweise weitere Restaurants dazukommen.

Das Unternehmen wollte sich nicht dazu äußern, wie viele seiner 109 Standorte in der Ukraine wieder geöffnet werden sollen. Auch ein genauer Öffnungstermin wurde nicht genannt.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die politische Führung in Kiew reagierte prompt auf die Nachricht. Der Chef des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, veröffentlichte auf Twitter Pommes- und Hamburger-Emojis – zusammen mit einer ukrainischen Flagge. Außenminister Dmytro Kuleba bezeichnete den Wiedereröffnungsplan als »politische Entscheidung«. Millionen Ukrainer hätten sich nach den Big Macs gesehnt, schrieb der 41-Jährige auf Facebook . Darüber hinaus sei es ein wichtiges Signal an die internationale Wirtschaft, fügte Kuleba hinzu: »Das sind Arbeitsplätze und Steuern für den ukrainischen Haushalt, das Überleben unserer Wirtschaft in Zeiten der russischen Aggression.«

Auch im benachbarten Russland hatte der US-Konzern nach Kriegsbeginn sämtliche Filialen geschlossen. Das Geschäft dort hat McDonald’s mittlerweile aufgegeben: Im Mai war ein Großteil der russischen Läden an einen Lizenznehmer verkauft worden, diese haben jetzt unter anderem Namen geöffnet.

sol/dpa/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.