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02. April 2015, 09:33 Uhr

Öffentlicher Druck

McDonald's reagiert mit Gehaltserhöhung auf Proteste

Die Fastfood-Kette McDonald's beugt sich Protesten der Belegschaft in den USA. Der Konzern zahlt dort nun höhere Löhne - aber längst nicht allen Mitarbeitern.

Der kriselnde Fast-Food-Riese McDonald's reagiert auf den öffentlichen Druck. Der Konzern hat eine Lohnerhöhung für Zehntausende Mitarbeiter in den USA beschlossen. Ab Juli werde das Einstiegsgehalt einen Dollar über dem Mindestlohn im jeweiligen US-Bundesstaat liegen, teilte das Unternehmen mit.

Bis Ende 2016 solle der durchschnittliche Stundenlohn von neun auf zehn Dollar steigen. Zudem wolle der Konzern Angestellten künftig unter bestimmten Bedingungen bezahlte Auszeiten erlauben.

Davon profitieren allerdings nur Mitarbeiter in den konzerneigenen Schnellrestaurants. Da 90 Prozent der insgesamt mehr als 14.300 US-Filialen von Franchise-Partnern betrieben werden, betrifft die Maßnahme nur etwa 90.000 Angestellte. Die mehr als 3100 Franchise-Nehmer würden selbst entscheiden, heißt es.

Der Fast-Food-Konzern steht wegen seiner Arbeitsbedingungen schon lange in der Kritik. Mitarbeiter protestieren und streiken regelmäßig für höhere Löhne. Nachdem die US-Arbeitslosenrate kräftig gesunken ist und zuletzt auch andere Großunternehmen die Gehälter erhöhten - etwa die US-Supermarktkette Wal Mart -, wurde der Druck auf McDonald's immer größer.

Die Schnellrestaurant-Kette kämpft außerdem mit steigender Unbeliebheit bei Kunden. Um den Imageverlust einzudämmen, will McDonald's auch den Service verbessern. In wichtigen Filialen in Deutschland beispielsweise sollen Burger und Pommes künftig am Tisch serviert werden.

bos/dpa

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