Umweltschutz McDonald's will weniger Plastikmüll produzieren

McDonald's steht nicht nur für Burger, sondern auch für eine grellbunte Plastikwelt - und leistet so seinen Beitrag zur Verschmutzung der Umwelt. Jetzt will die Burger-Kette nachhaltiger verpacken.

McDonald's-Filiale: Bis 2025 weitgehend ohne Plastik
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McDonald's-Filiale: Bis 2025 weitgehend ohne Plastik


Eis, Luftballons und Milchshakes: Die Fast-Food-Kette McDonalds will weniger Plastikmüll produzieren. Dazu sollen etwa die Desserts im Laufe des kommenden Jahres in nachhaltigeren Verpackungen "fast ohne Plastik" verkauft werden. Ziel sei, 1000 Tonnen Plastik im Jahr einzusparen, teilte McDonald's Deutschland am Donnerstag mit.

Das ist nach Unternehmensangaben etwa ein Drittel der Verpackungen, die McDonald's für hauseigene Produkte verwendet. Auf das gesamte Sortiment gerechnet, zu dem etwa auch Getränke anderer Marken gehören, sollen so 10 bis 15 Prozent Plastik gespart werden.

Bereits in diesem Jahr würden Plastikhalter für Luftballons abgeschafft, teilte McDonald's mit. Ab 2021 dürfen diese in der EU nicht mehr verkauft werden - ebenso wie Einwegbesteck und -teller sowie Strohhalme aus Plastik. Tests mit dem Mehrwegbecher-System "Recup" würden "kontinuierlich ausgeweitet". Das Eis soll schließlich ohne Plastikdeckel und -löffel daherkommen, Shakes soll es im Papierbecher geben mit einer Alternative zum Plastik-Strohhalm.

Ziel sei, "nach und nach verschiedene Produkte, dort wo es für die Systemgastronomie Sinn macht, auf nachhaltigere Verpackungslösungen umzustellen", sagte Deutschland-Chef Holger Beeck. Das folge auch der weltweiten Zielsetzung, "dass bis 2025 all unsere Verpackungsmaterialien nur noch aus erneuerbaren, recycelten oder zertifizierten Quellen stammen".

Plastikmüll steht derzeit im Fokus - unter anderem, weil die Verschmutzung der Weltmeere dramatisch zunimmt. Auch viele Handelsketten stellen auf plastikfreie Lösungen und insgesamt weniger Verpackungen um.

mik/dpa-AFX



insgesamt 4 Beiträge
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mrschabak 27.06.2019
1. Voran in die Vergangenheit
Schon vor knapp zwei Jahrzehnten gab es bei McDonalds in Deutschland Eiscreme Sundaes mit einem relativ einzigartigen Becher aus einet extrem robusten und trotzdem dünnen Waffel. Die Waffel sah wie ein echter Becher aus und lief selten bzw. nie Gefahr, durch das schmilzende Eis durchzuweichen. Was ist mir diesem Konzept passiert? Mich wundert es bis heute, dass das vom Markt genommen wurde und man zurück zum Plastik gekehrt ist. Der Becher war optimal geformt, robust und konnte je nach Appetit entweder entsorgt oder gegessen werden. Solche Sachen benötigt unsere von Plastik überschwemmte Welt...
andil 27.06.2019
2. Regulierung
Hier sei für alle die bei jedem Anzeichen irgendeiner Regulierung direkt den Sozialismus ausrufen anzumerken das Regulierung offensichtlich funktioniert. Verbote bringen dann sogar MC Donalds zum Nachdenken. Dies war nicht zuletzt schon John Maynard Keynes aufgefallen der aus meiner Sicht wie kein anderer für die soziale Marktwirtschaft steht...
raoul2 27.06.2019
3. Auch wenn es nur ein kleiner Erfolg ist,
bringt der "Vorstoß" der Fast-Food-Vertreiber etwas - nur erstens eben nicht wirklich aus eigenem Verständnis, sondern erst nach angedrohten oder schon umgesetzten Vorschriften - und zweitens natürlich viel zu wenig.
mrwatson 04.07.2019
4. Müll am Wochenende
Die sollten erstmal den außer Haus Verkauf an den Wochenenden einstellen. Nach den Wochenenden liegen die Tüten der großen Fastfood Ketten überall herum ! Wird wohl die ach so Umweltschutz liebende Generation sein, die Nachts nochmal Hunger hat.
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