Expansion McDonald's will Filialen in China verdoppeln

Mehr Big Macs für China: McDonald's will kräftig wachsen und die Anzahl der Restaurants verdoppeln. Zuletzt hatte noch ein Lebensmittelskandal die Umsätze der US-Kette einbrechen lassen.

McDonald's-Restaurant in Peking
REUTERS

McDonald's-Restaurant in Peking


Die US-Schnellrestaurantkette McDonald's will das Tempo bei der Expansion in China kräftig forcieren. In den nächsten fünf Jahren sollen die Filialen im bevölkerungsreichsten Land der Welt von 2500 auf 4500 ausgebaut werden. Der "Vision 2022" genannte Plan soll in China über einen Zeitraum von fünf Jahren zweistellige Wachstumsraten beim Jahresabsatz liefern.

McDonald's hatte 80 Prozent seines Geschäfts in China und Hongkong allerdings erst jüngst an den chinesischen Citic-Konzern und den Finanzinvestoren Carlyle verkauft. Vorstandschef Steve Easterbrook folgt damit der Strategie, große Teile des globalen Filialnetzes an Franchisenehmer abzugeben. Dadurch geht zwar Umsatz verloren, McDonald's spart aber Kosten und verdient an Lizenzgebühren.

Easterbrook machte nun deutlich, dass er trotz des Verkaufs weiterhin große Pläne in China verfolgt. "China wird bald unser größter Markt außerhalb der USA sein", sagt Easterbrook.

Zwischenzeitlich litten die Verkäufe in China stark unter einem Gammelfleischskandal, zudem fehlte bisher das richtige Rezept, um sich im harten Wettkampf mit einheimischen Konkurrenten zu behaupten. Mit der Partnerschaft mit Citic und Carlyle versucht McDonald's einen Spagat, bei dem unternehmerische Risiken abgegeben werden, aber die Chance bleibt, vom enormen Potenzial Chinas zu profitieren.

hej/dpa-AFX



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Seite 1
danmage 08.08.2017
1. Geschmacksverlust
Ich habe nichts gegen eine Auswahl an internationalen Restaurants überall auf der Welt. Aber diese einseitige, aggresive Verbreitung und Vermarktung besonders einseitiger und ungesunder Fastfood-Ketten, meist amerikansichen Ursprungs, finde ich furchtbar. Inzwischen gibt es kaum eine Gegend auf der Erde ohne diese industriellen Ketten. Ich bevorzuge auf jeden Fall mittelständische Unternehmen und kreative Startups. Die Einförmigkeit und Uniformität einer sich grenzenlos ausbreitenden Fastfood Industrie finde ich erschreckend.
W/Mutbürger 08.08.2017
2. Dieses
Zitat von danmageIch habe nichts gegen eine Auswahl an internationalen Restaurants überall auf der Welt. Aber diese einseitige, aggresive Verbreitung und Vermarktung besonders einseitiger und ungesunder Fastfood-Ketten, meist amerikansichen Ursprungs, finde ich furchtbar. Inzwischen gibt es kaum eine Gegend auf der Erde ohne diese industriellen Ketten. Ich bevorzuge auf jeden Fall mittelständische Unternehmen und kreative Startups. Die Einförmigkeit und Uniformität einer sich grenzenlos ausbreitenden Fastfood Industrie finde ich erschreckend.
Geschäftsmodell ist nicht erschreckend, sondern Teil unserer Ess-Kultur geworden. Und das anscheinend sehr erfolgreich. Zudem wird niemand gezwungen dort zu essen.
Mogel 08.08.2017
3. Chinesen verabscheuen ein Klumpen blutiges Fleisch
Das überlassen sie Barbaren - schon seit 2.000 Jahren. McDonald ist bereits auf die Nase gefallen und will es weiter versuchen, die Essgewohnheiten der Chinesen zu brechen. Sie werden es nicht schaffen und auch ihre anderen Märkte brechen ein, da der unmässige Fleischverzehr der Amerikaner auf immer mehr gesellschaftlichen Widerstand stösst. Wir werden es erleben, aus dem Burger wird Pizza-Burger mit Grünem Salat und Oliven.
danmage 08.08.2017
4.
Zitat von W/MutbürgerGeschäftsmodell ist nicht erschreckend, sondern Teil unserer Ess-Kultur geworden. Und das anscheinend sehr erfolgreich. Zudem wird niemand gezwungen dort zu essen.
Sie haben Recht. Niemand ist gezwungen dort zu essen. Aber Sie Unterschätzen das Marketing und die Werbung, die damit einhergehen. Besonders die Zielgruppe der Kinder ist für diese Art Werbung sehr empfänglich - Ronald Mc Donald und Happy Meals mit Spielzeug etc. Da wird schon eine sehr erfolgreiche Konditionierung vorgenommen.
peterbruells, 08.08.2017
5.
Zitat von MogelDas überlassen sie Barbaren - schon seit 2.000 Jahren. McDonald ist bereits auf die Nase gefallen und will es weiter versuchen, die Essgewohnheiten der Chinesen zu brechen. Sie werden es nicht schaffen und auch ihre anderen Märkte brechen ein, da der unmässige Fleischverzehr der Amerikaner auf immer mehr gesellschaftlichen Widerstand stösst. Wir werden es erleben, aus dem Burger wird Pizza-Burger mit Grünem Salat und Oliven.
China konsumiert 25% der Weltproduktion an Fleisch, pro person etwa ½ dessen, was ein Amerikaner verzehrt, allerdings 10 mal soviel wie ein Inder.
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