Kampf gegen die Krise McDonald's will künftig am Tisch bedienen

Es ist eine kleine Revolution: Die kriselnde Fast-Food-Kette McDonald's will in Deutschland mit besserem Service neue Kunden gewinnen. In wichtigen Filialen sollen Burger und Pommes künftig am Tisch serviert werden.
Revolution im Selbstbedienungsrestaurant: Künftig wird auch an den Tisch geliefert

Revolution im Selbstbedienungsrestaurant: Künftig wird auch an den Tisch geliefert

Foto: Matthias Schrader/ picture-alliance/ dpa

Frankfurt am Main - McDonald's kämpft gegen die Krise. Neue Premiumprodukte und ein verbessertes Serviceangebot sollen in Deutschland künftig wieder mehr Kunden in die Filialen der Fast-Food-Kette locken. An wichtigen Standorten sollen Gäste künftig sogar am Tisch bedient werden, kündigte Deutschland-Chef Holger Beeck in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" an.

"In den mehr als 40 Jahren hat es für die Gäste von McDonald's immer die gleiche Reise durch unsere Restaurants gegeben: am Counter bestellen, bezahlen, essen, Tablett zurückbringen", sagte Beek. "Das ändert sich." Das Erscheinungsbild der Restaurants soll sich wandeln, das Produktangebot übersichtlicher, der Service schneller und effizienter werden. "Unser Ziel ist es, Komplexität aus dem Angebot zu nehmen, auch um Platz für Neues zu schaffen", kündigte Beeck an.

An den wichtigsten Standorten wird McDonald's laut Beek einen Tischservice anbieten. Bisher gibt es das erst in einigen hundert Filialen in Frankreich. Auch in der Schweiz ist ein solcher Schritt angekündigt. Bestellt und bezahlt wird dabei an zentralen Stationen, das Essen wird dann zum jeweiligen Tisch gebracht.

Das neue Erscheinungsbild soll zunächst nur für neu zu eröffnende Restaurants gelten, in Deutschland sind dies nach bisherigen Planungen acht im laufenden Jahr. Ab Mitte 2016 sollen auch viele der knapp 1400 bestehenden Filialen umgestaltet werden. "Wir müssen wieder zeitgemäßer werden", sagte Beek.

McDonald's kämpft in Deutschland seit zwei Jahren mit sinkenden Umsätzen. Zu Jahresbeginn sollen sich die Zahlen laut Beek aber verbessert haben. Auch weltweit steckt der Konzern in der Krise. 2014 war der Gewinn insgesamt um mehr als 20 Prozent gesunken. Vor allem bei jüngeren Kunden hat die Kette an Attraktivität verloren. Erst kürzlich musste deshalb Unternehmenschef Don Thompson zurücktreten. Sein Nachfolger Steve Easterbrook soll nun die Wende schaffen.

stk
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