Media-Markt-Saturn Elektronikhändler baut 700 Stellen ab

Die Elektronik-Ketten Media-Markt und Saturn werden nach dem Willen des Managements neu ausgerichtet. Für die Belegschaft in der Zentrale in Ingolstadt bedeutet das laut einem Bericht des manager magazins tiefe Einschnitte.

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Der neue Chef von Europas größtem Elektronikfilialisten Media-Saturn Holding (MSH), Ferran Reverter, macht seine Sanierungspläne für das zuletzt gewinnschwache Unternehmen konkret. Nach Informationen des manager magazins plant der Spanier unter anderem, sich von rund 700 der mehr als 3000 Beschäftigten in der Zentrale in Ingolstadt zu trennen. MSH bezeichnete die Zahl gegenüber dem Magazin als Spekulation.

Hier geht es zum Bericht des Manager Magazins (Abo): Die radikalen MSH-Pläne

Ferner plant Reverter - er führt MSH seit Oktober - das Geschäftsmodell erheblich zu verändern. Nach dem Vorbild der US-Kette Best Buy soll es im Angebot der Labels Media-Markt und Saturn künftig mehr Aktionspreise geben. Dafür soll das Dauersortiment reduziert werden. In Zukunft soll es beispielsweise etwa nicht mehr zwingend 30 Wasch- oder Kaffeemaschinen geben. Zudem will Reverter die Verkaufsflächen in größerem Umfang als bisher an Markenartikler wie Apple, Samsung oder Huawei abgeben, die dort auf eigene Rechnung mit eigenem Personal Geschäfte machen. MSH hat dadurch feste Einnahmen und geringere Lagerhaltungskosten. Außerdem sinkt das Risiko, zu viel oder zu wenig Waren einzukaufen.

Hauptgesellschafter der MSH ist die börsennotierte Ceconomy mit einem Anteil von 78 Prozent. Ihr Aktienkurs hatte zuletzt stark unter der Gewinnschwäche der Media-Saturn Holding gelitten.

beb

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