Lufthansa-Tochter Piloten bestreiken am Donnerstag Eurowings

Die Arbeitsbelastung bei Eurowings sei erheblich gestiegen, das Management zeige wenig Entgegenkommen, kritisierte die Piloten-Gewerkschaft Cockpit laut einem Medienbericht. Deshalb sei für Donnerstag ein Streik geplant.
Eurowings-Flugzeuge könnten am Donnerstag am Boden bleiben

Eurowings-Flugzeuge könnten am Donnerstag am Boden bleiben

Foto: Bodo Marks/dpa

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge für Donnerstag einen 24-stündigen Streik bei der Lufthansa-Tochter Eurowings angekündigt. Der Arbeitskampf beim Billigflieger wird demnach von Mitternacht bis 23.59 Uhr dauern.

Die Verhandlungen über den Manteltarifvertrag bei Eurowings seien gescheitert, so VC. Zehn Gesprächsrunden hätten zu keiner nennenswerten Annäherung geführt. Zentrale Forderung der VC sei die Entlastung der Beschäftigten etwa durch die Reduzierung der maximalen Flugdienstzeiten sowie die Erhöhung der Ruhezeiten. Seit 2015 habe es hier keine Anpassungen gegeben.

Die Arbeitsbelastung sei erheblich gestiegen, erklärte die Gewerkschaft laut der Meldung. Der Arbeitgeber schöpfe regelmäßig die Einsatzzeit des Personals bis zum zulässigen Maximum aus, dies könne kein Dauerzustand sein. Man bedauere die Einschränkungen für die Fluggäste. Doch aufgrund des mangelnden Entgegenkommens des Managements bleibe derzeit nur die Option, den Forderungen mit einem Arbeitskampf Nachdruck zu verleihen.

Anfang September Streik abgewendet

»Wir sind offen für Gespräche darüber, wie wir langfristig zumutbare Arbeitszeiten für die Mitarbeiter bei Eurowings erreichen können«, sagte Marcel Gröls, Vorsitzender Tarif von VC. Bisher sei es aber nicht möglich, sich mit dem Arbeitgeber auf einen gemeinsamen Weg zu verständigen. »Es reicht nicht, am Verhandlungstisch zu sitzen – man muss auch Lösungswillen mitbringen und Gegenforderungen nicht als Angebot präsentieren.«

Zuletzt war Anfang September ein Pilotenstreik bei der Lufthansa noch in letzter Minute abgewendet worden.

dam/Reuters
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