Medienunternehmen Verleger Burda setzt seine Kinder als Gesellschafter ein

In der Verlegerdynastie Burda wird der Generationswechsel vorbereitet. Der 70-jährige Patriarch Hubert Burda trat nun jeweils zwanzig Prozent seiner Gesellschaftsanteile an seine Kinder Jacob und Elisabeth ab.

Hubert Burda (Archivfoto): Anteile an Kinder abgetreten
dpa

Hubert Burda (Archivfoto): Anteile an Kinder abgetreten


München - Eine Mediendynastie wird fortgeführt: Verleger Hubert Burda hat im Wege der vorweggenommenen Erbfolge jeweils 20 Prozent seines Gesellschaftsanteils an der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft abgetreten. Empfänger sind seine beiden Kinder Jacob, 20, und Elisabeth, 18. Das gab das Unternehmen am Freitag bekannt.

Burda senior bleibt den Angaben zufolge allerdings persönlich haftender Gesellschafter des Medienkonzerns. Dem SPIEGEL hatte er bereits 2009 gesagt, dass das Unternehmen in Familienhand bleiben solle. "Beide Kinder erben mit 27 Jahren und haben den festen Willen, ins Unternehmen einzutreten", sagte er damals. Burda hatte sich im Dezember 2009 als Vorstandsvorsitzender zurückgezogen. Sein Nachfolger ist Paul-Bernhard Kallen.

Die Hubert Burda Media Holding verlegt nach Angaben des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) weltweit über 200 Zeitschriften, darunter 58 in Deutschland. Unter anderem erscheinen "Focus", "Bunte", "Freundin" und "Freizeit Revue" in dem Verlag. Der 70-jährige Burda ist VDZ-Präsident.

ulz



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