SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

14. April 2011, 16:02 Uhr

Mega-Deal mit ProSieben

Raab TV kassiert 185 Millionen Euro

Fünf Jahre Stefan Raab exklusiv - das lässt sich ProSiebenSat.1 einiges kosten: Nach Informationen von manager magazin erhält die Produktionsfirma Raab TV dafür 185 Millionen Euro. Der Entertainer dürfte damit zum bestbezahlten Fernsehunterhalter Deutschlands aufsteigen.

Hamburg/München - Die Unterschriften waren gerade unter die Verträge gesetzt, da feixte Stefan Raab fröhlich wie gewohnt. "Das ist doch mal eine gute Nachricht, über die ich mich sehr freue. Alles weitere lesen Sie bei WikiLeaks", sagte der Kölner Fernsehunterhalter im Dezember vergangenen Jahres, als bekannt wurde, dass ihn die ProSiebenSat.1-Gruppe für fünf weitere Jahre an sich gebunden hatte.

Bei WikiLeaks ist über den Deal bislang nichts zu finden, dafür liefert nun das manager magazin interessante Details: Demnach erhält die Fernsehproduktionsgesellschaft RaabTV - die wiederum zur Kölner Brainpool-Gruppe gehört - für den neuen Fünfjahresvertrag rund 185 Millionen Euro. Die gute Laune des 44-jährigen Entertainers war also durchaus begründet. Der Kontrakt zählt zu den höchstdotierten in der Geschichte des deutschen Fernsehens.

Stefan Raab ist für ProSieben mit Abstand das wichtigste Sendergesicht. Seit Jahren prägt er den Kanal mit Sendungen wie "TV total", " Schlag den Raab", der "Wok WM" oder dem "TV total Turmspringen" - und etabliert dort immer wieder neue Konzepte. Ein Erfolgsgarant, der dem Sender nun 37 Millionen Euro im Jahr wert ist. ProSiebenSat.1 wollte den Bericht und die genannte Summe nicht kommentieren.

Allein mit Lena verdiente Raab rund 1,5 Millionen Euro

Wie viel Geld Raab von den Einnahmen persönlich behalten kann, ist nicht bekannt. Raab dürfte aber durch den neuen Vertrag zum bestbezahlten Fernsehunterhalter Deutschlands aufsteigen. Und neben seinen Gagen als Moderator der TV-Sendungen verdient er noch Geld mit Musik. Allein als Komponist und Produzent der Eurovision-Song-Contest-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut soll er rund 1,5 Millionen Euro eingenommen haben, schätzt das manager magazin.

Raab ist zudem selbst Gesellschafter der RaabTV-Mutter Brainpool, zu der noch weitere Produktionsfirmen gehören und die unter anderem Formate wie "Pastewka", "Ladykracher" oder " Stromberg" verantwortet. Die Brainpool-Gruppe machte laut elektronischem Bundesanzeiger 2009 einen Umsatz von 73,1 Millionen Euro und verbuchte einen Nachsteuergewinn von 8,5 Millionen Euro.

fdi/dpa

URL:

Verwandte Artikel:


© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung