Mega-Pharma-Fusion Deutscher Konzern Merck kauft US-Firma für 13 Milliarden Euro

Der deutsche Pharmakonzern Merck schluckt den US-Spezialisten Sigma-Aldrich - und nimmt dafür so viel Geld in die Hand wie nie zuvor: rund 13 Milliarden Euro.
Merck-Logo: Mehr als 11 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2013

Merck-Logo: Mehr als 11 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2013

Foto: Arne Dedert/ picture alliance / dpa

Darmstadt/Frankfurt am Main - Für den deutschen Chemie- und Pharmakonzern Merck ist es ist die bislang größte Übernahme seiner Geschichte: Das Unternehmen mit Sitz in Darmstadt kauft den US-Laborausrüster Sigma-Aldrich. Der Preis für die Übernahme liegt bei 17 Milliarden Dollar (rund 13 Milliarden Euro). Merck habe am Montag eine entsprechende Vereinbarung getroffen, teilte der Konzern mit.

Durch die Übernahme entstehe einer der führenden Anbieter der Biowissenschaften-Industrie ("Life Science"). Merck rechne durch die Zusammenlegung mit Einsparungen in Höhe von jährlich 260 Millionen Euro.

Gemeinsam werden die beiden Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 300.000 Produkte liefern können. In der Forschung könnten beide zusammen ein sich ergänzendes Angebot von Laborchemikalien und -reagenzien anbieten.

Die Deutschen wollen alle ausstehenden Anteile an Sigma-Aldrich für 140 Dollar je Aktie in bar erwerben. Die Börsianer feierten die Mega-Übernahme mit einem fulminanten Kurssprung. Die Papiere von Merck   schnellten um 6,55 Prozent in die Höhe.

Merck ist seit fast 350 Jahren im Familienbesitz. Das Unternehmen machte im vergangenen Jahr mit rund 39.000 Beschäftigten einen Umsatz von 11,1 Milliarden Euro. Sigma-Aldrich beschäftigt mehr als 9000 Mitarbeiter und setzte 2013 umgerechnet rund 2,1 Milliarden Euro um.

bos/AFP/dpa
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