Landwirtschaft in Frankreich Der Hightech-Bauer

Es ist ein Hof aus der Zukunft: Melk- und Fütterungsroboter, Videoüberwachung per Tablet-PC. Der französische Milchbauer Jean-Pierre Dufeu ist Hightech-Landwirt. Die Milchproduktion auf seinem Hof ist vollautomatisiert.

AFP

Hamburg - Während sich viele Bauern früh morgens aus dem Bett quälen müssen, um ihre Kühe zu füttern, kann Jean-Pierre Dufeu liegen bleiben und ausschlafen. Denn er ist Hightech-Bauer und hat seinen Milchviehbetrieb in der französischen Bretagne vollautomatisiert. Alle zwei Stunden fahren knallrote Roboter, die etwa so groß wie ein Auto sind, durch den Kuhstall und werfen den Kühen Futter zu.

Von zu Hause aus kann Dufeu die Milchproduktion auf seinem Tablet-PC überwachen, Videokameras filmen das Füttern und senden Live-Bilder an sein mobiles Endgerät.

Jahrelang wurden Kühe von Hand gemolken, per Hand pressten Bauern die Milch aus den Zitzen der Kühe. Doch Milchbauer Dufeu benutzt in seinem Betrieb elektronische Melkroboter. Diese setzen Melkschläuche auf die Zitzen der Kühe und saugen die Milch aus dem Euter. Dann überprüfen Sensoren die Qualität der Milch. Wenn etwas mit der Milch nicht in Ordnung ist, senden die Roboter eine Warnmeldung an den Bauern. Falls nicht, pumpen sie die Milch direkt in einen Kühltank.

Milchbauer Dufeu hat 140.000 Euro in die Produktion investiert. Dadurch erhöht er die Produktivität jeder einzelnen Kuh. Während eine durchschnittliche Kuh auf einem Bauernhof rund 25 Liter Milch am Tag produziert, gibt eine Kuh bei ihm durchschnittlich 35 Liter Milch am Tag. Und die Fütterungsroboter können im Gegensatz zum Menschen 24 Stunden am Tag im Einsatz sein.

jau



insgesamt 60 Beiträge
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cuccimo 06.04.2014
1. Pervers
Das ist der Anfang vom Ende .. Die Tiere werden wie Ware von Maschinen gemästet und ausgebeutet wie irgendwelche Rohstoffe, etwa so wie in dem Film Matrix. Dem Bauern ist es wohl zu viel Aufwand sich selbst um die Tiere zu kümmern obwohl er durch ihren Tod Geld verdient. Hier sieht man wie krank die Gesellschaft geworden ist. Und das gerade in dem Land mit der größten Esskultur überhaupt.
chefmax 06.04.2014
2. Ziemlich magerer Artikel
Zitat von sysopEs ist ein Hof aus der Zukunft: Melk- und Fütterungsroboter, Videoüberwachung per Tablet-PC. Der französische Milchbauer Jean-Pierre Dufeu ist High-Tech-Landwirt. Die Milchproduktion auf seinem Hof ist voll automatisiert. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/milchproduktion-vollautomatisiert-high-tech-bauer-in-frankreich-a-956000.html
Das Thema High-Tech in der Landwirtschaft würde eigentlich eine riesige Bandbreite abdecken, die lohnend wäre darüber zu berichten. Aber wenn dafür schon der französische Milchbauer herhalten muss, dann ist eigentlich klar - es geht hier hauptsächlich um die Bewerbung einer roten Marke. Vielleicht ist es den Autoren entgangen, aber hierzulande beträgt der Anteil von Automatisierten Melksystemen bei Neubauten bereits 40%. Das wäre doch die Chance, mal nicht den Teufel der bösen industriellen Landwirtschaft an die Wand zu malen, sondern auch die Vorzüge und Möglichkeiten in Bezug auf Management, Arbeitsqualität und Tierwohl aufzuzeigen. Vielleicht sogar in der Printausgabe, dann stünden auch genügend Ressourcen für eine ausreichende Recherche zur Verfügung,... - man wird ja noch träumen dürfen :)
Alphabeta 06.04.2014
3. Tiernutzung
abschaffen! Diese Art von Entwicklung hat mit menschlichem und insgesamt kreatürlichem Leben nichts mehr zu tun! Sie ist eine seelenlose Hybris und macht Menschen, Tiere, die ganze Erde krank! Niemand braucht Kuhmilch ausser den Kuhkälbern und die bekommen sie nicht. Perversion total!
buntesmeinung 06.04.2014
4. Nichts gegen Fortschritt.
Nichts gegen Arbeitserleichterungen für die Bauern. Aber diese Entwicklung ist einfach erschreckend. Was für ein Umgang mit der Kreatur! Ich kenne Landwirtschaft noch völlig anders. Das war schwere Arbeit. Insofern ist gegen Fortschritt und Arbeitserleichterungen absolut nichts einzuwenden. Aber die Tiere nur noch von Robotern betreuen und von Kameras überwachen zu lassen, ist kein Fortschritt mehr. Das ist ein Rückschritt. Hier werden die Tiere ausgebeutet. Daran ändern auch die vollautomatischen Massagebürsten nichts. Alles automatisiert und das Optimum herausgepresst. Eines Tages wird es Menschen bei einer solchen Einstellung ähnlich ergehen. Schöne neue Welt!
roland.vanhelven 06.04.2014
5. mmmh, lecker !
da sind bestimmt nur gute sachen drin !
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