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14. August 2013, 06:52 Uhr

Aggressiver Investor

US-Milliardär steigt groß bei Apple ein

Der Apple-Führung könnten turbulente Zeiten bevorstehen: Der als aggressiver Investor bekannte Carl Icahn hat sich bei dem iPhone-Hersteller eingekauft. Der US-Milliardär stellte prompt Forderungen.

San Francisco - Der für sein aggressives Finanzgebaren bekannte Großinvestor Carl Icahn steigt bei Apple ein. Er halte das Unternehmen für extrem unterbewertet, teilte der US-Amerikaner am Dienstag auf Twitter mit. "Ich hatte heute eine nette Unterhaltung mit Tim Cook." Mit dem Apple-Chef habe er über die Idee diskutiert, einen größeren Aktienrückkauf anzugehen. Weitere Gespräche seien in Kürze geplant.

Apple bestätigte lediglich, dass es einen Austausch gegeben habe. Icahn sagte, er gehe davon aus, dass die Aktie des iPhone-Herstellers auf 700 Dollar steigen könne. Unter Cooks Führung ist der Apple-Aktienkurs im vergangenen Jahr deutlich gefallen. Unter Börsianern schürten die Äußerungen Icahns die Hoffnung, dass Apple einen größeren Teil seines gigantischen Bargeldbestands an die Aktionäre ausschütten könnte.

Deshalb kletterte die Aktie am Dienstag zeitweise um fast fünf Prozent auf knapp 490 Dollar. Damit notierte sie jedoch noch immer ein Drittel unter ihrem Höchstkurs von 705 Dollar vom September 2012. Unter dem Druck anderer Investoren hat Apple in diesem Jahr bereits die Ausschüttungen an die Aktionäre deutlich erhöht.

Apple könne einen Aktienrückkauf im Umfang von 150 Milliarden Dollar stemmen, indem der Konzern Kredite zu einem Zinssatz zu drei Prozent aufnehme, sagte Icahn. Der Milliardär machte keine Angaben dazu, wie viele Apple-Aktien er selbst hält. In mit der Sache vertrauten Kreisen hieß es jedoch, Icahns Anteil sei rund eine Milliarde Dollar wert. Bei einem Apple-Marktwert von derzeit mehr als 400 Milliarden Dollar wären das weniger als ein Prozent.

Icahn wurde in den achtziger Jahren zum Symbol des aggressiven Investors, als er Unternehmen aufkaufte, zerschlug und teils mit Gewinn wieder verkaufte. Das machte er zum Beispiel bei der Fluggesellschaft TWA vor. Derzeit mischt Icahn bei der geplanten Übernahme des PC-Herstellers Dell durch Gründer Michael Dell mit. Er versucht, den Deal zu verhindern, und fordert stattdessen eine Sonderdividende für die Aktionäre.

Das US-Magazin "Forbes" schätzt das Vermögen des Investors auf 20 Milliarden Dollar (Stand Ende Juni). Damit landete er auf der berühmten "Forbes"-Liste der Superreichen auf Rang 26. Auf Twitter scherzte ein Nutzer bereits, Icahn müsse sich nun in "iCahn" umbenennen.

cte/Reuters/dpa

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