Milliarden-Deal Banken helfen Schaeffler aus der Bredouille

Mitarbeiter bei Schaeffler können wieder hoffen: Das angeschlagene Familienunternehmen hat sich mit seinen Kreditgebern auf eine Umschuldung geeinigt. Der Zusammenschluss mit dem Autozulieferer Continental könnte nun doch noch funktionieren.


Hannover/Herzogenaurach - Die Finanzierung des angeschlagenen Wälzlagerherstellers Schaeffler ist für die nächsten Jahre gesichert. Das Unternehmen hat sich mit seinen fünf Konsortialbanken geeinigt. "Wir haben mit der Einigung über das Finanzierungskonzept einen zentralen Meilenstein erreicht, um die Schaeffler Gruppe in den nächsten Jahren erfolgreich weiter zu entwickeln", sagte Finanzvorstand Klaus Rosenfeld am Dienstag laut einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Schaeffler-Gruppe: Kredite werden in zwei Tranchen geteilt
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Schaeffler-Gruppe: Kredite werden in zwei Tranchen geteilt

Teil der Übereinkunft ist demnach ein Neuzuschnitt der an Schaeffler gewährten Darlehen. Die bestehenden Kredite in Höhe von zwölf Milliarden Euro würden in zwei Tranchen aufgeteilt, gab Schaeffler am Dienstag bekannt. Der eine Teil sei für das operative Geschäft vorgesehen und habe eine Laufzeit von bis zu 4,5 Jahren. Die andere Tranche verbleibe auf der Holding-Ebene und habe eine Laufzeit von bis zu sechs Jahren.

Mit der Vereinbarung sieht sich das fränkische Familienunternehmen gut gerüstet, die Zusammenführung der eigenen Geschäfte mit dem Automobilzulieferer Continental Chart zeigen voranzutreiben. Mit dem Konzept erfülle man "eine weitere wichtige Voraussetzung für eine mögliche Zusammenführung der Schaeffler Gruppe mit der Continental AG", sagte Finanzvorstand Rosenfeld weiter. Zudem sei die Umwandlung der Schaeffler Gruppe in eine "kapitalmarktorientierte Struktur" vereinbart worden.

Schaeffler hatte im vergangenen Jahr zur Übernahme des deutlich größeren Conti-Konzerns angesetzt. Dabei verhob sich das Familienunternehmen finanziell. Seitdem ist der Walzlagerhersteller hoch verschuldet. Auch Continental steht nicht optimal da. Den Konzern plagen die Lasten aus der Übernahme der Sparte VDO.

tko/Reuters/AP



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