Milliarden-Investition Warren Buffett steigt bei Bank of America ein

Der Vertrauensbeweis ist fünf Milliarden schwer: Investorenlegende Warren Buffett kauft 50.000 Aktien der angeschlagenen Bank of America. Börsianer auf beiden Seiten des Atlantiks feiern die Entscheidung.

Viel Geld für ein "gut geführtes Institut": Großinvestor Warren Buffett
REUTERS

Viel Geld für ein "gut geführtes Institut": Großinvestor Warren Buffett


New York - Ob Coca-Cola Chart zeigen-Cola, Wal-Mart Chart zeigen oder "Washington Post": Warren Buffett investiert gerne in uramerikanische Unternehmen. Nun beteiligt sich der US-Großinvestor an einer Bank, welche die Heimat schon im Namen trägt: Sein Investmentfonds Berkshire Hathaway steckt fünf Milliarden Dollar die Bank of America Chart zeigen. Das teilte das Institut am Donnerstag mit.

Buffett kaufte 50.000 Vorzugsaktien zu je 100.000 Dollar, die die Bank zu diesem Zwecke extra ausgab. Für sie zahlt die Bank eine Dividende von jährlich sechs Prozent. Zudem erhält Buffett Berechtigungsscheine, mit denen er in den kommenden zehn Jahren jederzeit 700 Millionen weitere Aktien der Bank zum Preis von 7,14 Dollar je Stück kaufen kann.

"Die Bank of America ist ein starkes, gut geführtes Institut", begründete Buffett den Einstieg. Die Nachricht löste an den Aktienmärkten beiderseits des Atlantiks Kursgewinne aus. Der Dow Jones Chart zeigen-Index der US-Standardwerte stieg im frühen Handel, auch der Dax Chart zeigen drehte vorübergehend ins Plus. Die Aktien der Bank of America legten nach Börseneröffnung um mehr als 20 Prozent zu.

Bank-of-America-Chef Brian Moynihan zeigte sich erfreut: Das Geldhaus verfüge zwar bereits über das nötige Kapital für ihre Geschäfte. Die Investition Buffetts allerdings bedeute eine "massive Unterstützung unserer Vision und unserer Strategie".

So rosig wie von Buffett dargestellt ist die Lage der Bank of America allerdings keineswegs: Das Institut hatte sich während der Finanzkrise mit der Übernahme des Immobilienfinanzierers Countrywide übernommen und musste vom Staat gestützt werden. Noch immer leidet die Bank unter Verlusten, noch in diesem Quartal soll ein umfangreicher Job-Abbau geplant sein.

Bufffett hatte jedoch schon auf dem Höhepunkt der Finanzkrise sein Vertrauen in das US-Bankensystem demonstriert: 2008 investierte er fünf Milliarden Dollar in die Großbank Goldman Sachs.

dab/AFP/dpa-AFX



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
No_Name 25.08.2011
1. -
Zitat von sysopDer Vertrauensbeweis ist fünf Milliarden schwer: Investorenlegende Warren Buffet kauft 50.000 Aktien der angeschlagenen Bank of America. Börsianer auf beiden Seiten des Atlantiks feiern die Entscheidung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,782468,00.html
Entweder der Mann wird alt oder er weiss mal wieder was, was andere noch nicht wissen ;)
Ghost12 25.08.2011
2. Tjaja
Seit Tagen kursiert das Gerücht, dass BoA dringendst Kapital braucht. Die armen Aktionäre, die werden bei der Nothilfe richtig über den Tisch gezogen- wieso bekommt Buffett (Hallo SPON-Wirtschaftsspitzenjournalisten mit zwei "t")wohl solche Konditionen? Solche "Deals" hat der jetzt schon mehrmals durchgezogen, der Held. Und übrigens- er behauptet doch, zuwenig Steuern zu bezahlen. Warum zahlt er nicht freiwillig? Warum zockt er lieber mit politischer Hilfe rum? Der größte Heuchler ever.
cavete 25.08.2011
3. Systemrelevantes Institut ?
Es wird nicht so viele menschen geben, die sagen können welche Sicherheiten er dafür im Gegenzug zugesagt bekommen hat.
Emil Peisker 25.08.2011
4. Sicherheiten
Zitat von caveteEs wird nicht so viele menschen geben, die sagen können welche Sicherheiten er dafür im Gegenzug zugesagt bekommen hat.
Vorzugsaktien mit 6% Garantieverzinsung, was will man mehr?
vantast64 25.08.2011
5. Dieser Mann hat keine Ahnung vom Geldwesen,
wie man an seiner Forderung nach höheren Steuern für die Reichen sehen kann. Wir wissen doch alle, daß die beste Voraussetzung für Wohlstand reiche Reiche und kleine Löhne sind.
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