Milliardenübernahme Exxon Mobil schluckt US-Gaskonzern

Exxon Mobil nutzt die Krise zur Expansion: Der Ölmulti kauft für 41 Milliarden Dollar den US-Gaskonzern XTO Energy. Es ist die größte Übernahme seit Beginn der Finanzkrise.

Exxon-Schild an einem Bahnhof: Größte Übernahme seit Beginn der Krise
AFP

Exxon-Schild an einem Bahnhof: Größte Übernahme seit Beginn der Krise


New York - Der texanische Ölmulti Exxon Mobil Chart zeigen schluckt für 41 Milliarden Dollar den US-Erdgas-Konzern XTO Energy. Der Kaufpreis werde in Aktien gezahlt und beinhalte XTO-Schulden über zehn Milliarden Dollar, erklärte Exxon am Montag.

Der Zusammenschluss solle im zweiten Quartal 2010 abgeschlossen werden. Exxon-Aktien fielen vorbörslich in New York um 0,9 Prozent, XTO-Papiere schossen 21 Prozent in die Höhe.

Branchenexperte Tom Schrader von Stifel Nicolaus Capital Markets nannte die Übernahme eine mutige Wette von Exxon auf die Zukunft von Erdgas, das derzeit so wenig koste wie selten zuvor.

Fadel Gheit von Oppenheimer & Co fügte hinzu, dass Exxon noch nie zu viel für eine Übernahme gezahlt habe. Für jede XTO-Aktie zahlt Exxon 0,7098 eigene Aktien. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 25 Prozent auf den XTO-Schlusskurs vom Freitag.

XTO ist einer der führenden Entwickler von unkonventionellen Erdgasen, die bei der Energieversorgung der USA möglicherweise eine wachsende Rolle spielen werden. Nach eigenen Angaben verfügt der Konzern über Reserven von 1,27 Billionen Kubikmeter Erdgas. Die Nachricht heizte die Fusionsphantasie in dem gesamten Sektor an und gab den entsprechenden Aktien einen gehörigen Schub: Devon Energy legte vorbörslich mehr als vier Prozent zu, Chespeake Energy sogar um sechs Prozent.

fro/AP/Reuters



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