Milliardenverlust Naturkatastrophen erschüttern Munich-Re-Bilanz

Erdbeben, Tsunami, Überflutungen: Schwere Naturkatastrophen belasten die Bilanz von Munich Re. Der weltgrößte Rückversicherer machte im ersten Quartal einen Verlust von fast einer Milliarde Euro. Die Beitragseinnahmen reichten nicht einmal, um zwei Drittel der Ausgaben zu decken.

Munich-Re-Hauptversammlung: Deutlich negatives Ergebnis
dapd

Munich-Re-Hauptversammlung: Deutlich negatives Ergebnis


München - Angesichts zahlreicher Naturkatastrophen machen Versicherer schwere Zeiten durch - allen voran die Munich Re: Erdbeben, Tsunami und Überflutungen haben dem weltgrößten Rückversicherer im ersten Quartal einen Riesenverlust eingebrockt.

Unter dem Strich stand nach den ersten drei Monaten ein Minus von 947 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Montag in München mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatten das Unternehmen noch einen Gewinn von 482 Millionen Euro erzielt.

Angesichts der schweren Naturkatastrophen in Japan, Neuseeland und Australien reichten die Beitragseinnahmen in der Rückversicherung nicht einmal aus, um zwei Drittel der Ausgaben für Schäden und Verwaltung zu decken.

Für das Gesamtjahr rechnet Vorstandschef Nikolaus von Bomhard weiterhin mit einem Gewinn. Wie hoch dieser ausfallen soll, ließ das Management jedoch offen. Sein ursprüngliches Gewinnziel von 2,4 Milliarden Euro hatte der Vorstand bereits vor Wochen gekippt. Vorstandschef Nikolaus von Bomhard hatte die Anteilseigner bereits im April auf ein "deutlich negatives" Ergebnis vorbereitet.

ssu/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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mayer60 09.05.2011
1. Ist ja klar,...
...dass Versicherungen auch mal zahlen müssen.
oldharold 09.05.2011
2. Und im nächsten Jahr, rauf mit den Beiträgen...
... denn eine Versicherung erwirtschaftet immer Gewinn! Fragen Sie Warren Buffet, der seine Anteile an Munich Re ständig nach oben schraubt, wie man reich wird!
warzenmeissel 09.05.2011
3. Sofern
Zitat von oldharold... denn eine Versicherung erwirtschaftet immer Gewinn! Fragen Sie Warren Buffet, der seine Anteile an Munich Re ständig nach oben schraubt, wie man reich wird!
eine Versicherung nicht staatlich gefüttert wird, wird sie Gewinne erwirtschaften müssen, um das tun zu können, wozu sie da ist, versichern nämlich. Wenn die Ausgaben für die zu begleichenden Schäden aus den Einnahmen nicht mehr gedeckt werden können, gehen die Prämien nach oben. Ist doch wohl klar, oder? Rückversicherungsgesellschaften wie die Münchner Re sind doch keine Sozialkassen.
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