Zur Ausgabe
Artikel 40 / 76

Start-ups Millionen fast nur für Männer

aus DER SPIEGEL 45/2022
Erotikversand-Gründerin Lea-Sophie Cramer

Erotikversand-Gründerin Lea-Sophie Cramer

Foto: Peter Rigaud / laif

Deutschlands Gründerinnen erhalten im Schnitt fast neunmal weniger Finanzierung als Start-ups, die von reinen Männerteams geführt werden. Das zeigt der aktuelle »Female Founders Monitor« des Start-up-Verbands und des Jobportals Stepstone, basierend auf einer Befragung von knapp 2000 Unternehmen. Die Gründe für den Kapital-Gender-Gap dürften auch mit den Branchen zu tun haben: Während frauengeführte Firmen ihren Fokus oft auf Konsum­güter, Medizin und Bildung legen, haben bei gut finanzierten Software- und Technik-Start-ups häufiger Männer das Sagen.

Aus: DER SPIEGEL 45/2022

Deutschlands extreme Zukunft

Der Staat kann die globale Erwärmung nicht allein bekämpfen. Aber er kann seine Bürger und Bürgerinnen vor den schwierigen Bedingungen der kommenden Jahre schützen. Vielerorts geschieht das schon, es gibt genug Geld und Ideen. Warum geht es dennoch so langsam voran?

Lesen Sie unsere Titelgeschichte, weitere Hintergründe und Analysen im digitalen SPIEGEL.

Zur Ausgabe

Dazu kommen strukturelle Probleme: 84 Prozent der Gründerinnen finden, dass sie bei Finanzierungen kritischer hinterfragt werden als ihre männliche Konkurrenz. Das könnte auch daran liegen, dass es mehr Investoren als Investorinnen gibt: Nur sechs Prozent der Gründerinnen treten selbst als sogenannte Business Angels auf, bei den Männern sind es mehr als doppelt so viele. Die Zeit dafür fehlt gerade Gründerinnen mit Kindern, sie arbeiten wegen der Betreuung im Schnitt sechs Stunden pro Woche weniger. Start-up-Väter büßen dagegen nur eine Stunde ein.

rai
Zur Ausgabe
Artikel 40 / 76
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.