+++ Minutenprotokoll +++ Dow Jones dreht leicht ins Plus

Die Börsenwoche endet turbulent: Der deutsche Dax büßte insgesamt rund 13 Prozent an Wert ein, gleicht die Tagesverluste vom Freitag aber nach Handelsschluss fast aus. Der Dow Jones schließt im Plus. Europäische Regierungschefs konferieren per Telefon. Lesen Sie die Ereignisse des Tages im Minutenprotokoll.

+++ Dow Jones schließt im Plus +++

[22.05 Uhr] Die Wall Street hat am Freitag nach einer spektakulären Achterbahnfahrt uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index   der Standardwerte ging 0,5 Prozent höher mit 11.444 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-Index fiel geringfügig auf 1199 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,9 Prozent tiefer bei 2532 Punkten.

+++ Treffen der G7-Finanzminister noch nicht sicher +++

[21.47 Uhr] Das vom italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi angekündigte Krisentreffen der G7-Finanzminister ist nach Angaben seines Sprechers noch nicht fix. Es handele sich nicht um eine bereits getroffene Entscheidung, sondern um eine noch nicht abgeschlossene Überlegung, relativierte der Sprecher am Freitagabend Aussagen Berlusconis.

+++ Anleger beenden Flucht in US-Staatsanleihen +++

[21.40 Uhr] Die Nachfrage nach US-Staatsanleihen ist am Freitag gesunken. In den vorangegangenen Tagen hatten sich amerikanische Investoren in diese Anleihen sowie Bargeld geflüchtet. Diese Anlagen gelten als sicherer als Aktien.

Als Grund für die nachlassende Nachfrage nach US-Staatsanleihen nannten Händler die Arbeitsmarktdaten aus den USA, die besser als erwartet ausfielen sowie die Nachricht, dass das krisengeschüttelte Italien Reformen vorziehen und Sparprogramme beschleunigen wolle. Die Renditen der US-Staatspapiere erholten sich folglich von ihren am Vortag erreichten Tiefstständen.

+++ Euro gleicht im New Yorker Handel Verluste aus +++

[21.08 Uhr] Der Euro-Kurs profitiert von den angekündigten Reformen in Italien und einer merklichen Erholung an den Anleihemärkten der europäischen Schuldenländer. In New York wurde die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,4261 Dollar gehandelt und kostete damit mehr als zwei Cent mehr als noch in der vergangenen Nacht. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs noch auf 1,4155 (Donnerstag: 1,4229) Dollar festgesetzt.

+++ Deutsche Aktien erholen sich im späten Handel +++

[20.35 Uhr] Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben sich am Freitag im späten Handel deutlich von ihren zuvor erlittenen Abgaben erholt. Als Stütze erwies sich die Hoffnung auf beschleunigte Reformen in Italien, die die Indizes an der Wall Street ins Plus drehen ließ. Der L-Dax (Late DAX) schloss um 20.00 Uhr bei 6362,93 Punkten - ein Minus von nur noch knapp 19 Punkten zum Vortag. Im Hauptgeschäft war der Leitindex Dax zuvor um 2,78 Prozent auf 6236,16 Punkte abgerutscht und hatte so nach einer desaströsen Handelswoche zum achten Mal in Folge im Minus geschlossen.

+++ Krisentelefonate: Regierungschefs fordern rasche Gipfel-Umsetzung +++

[20.22 Uhr] Die wichtigsten europäischen Regierungschefs führen seit dem späten Nachmittag zahlreiche telefonische Krisengespräche. Nach Angaben eines Regierungssprechers telefonierte Angela Merkel am Freitag von ihrem Urlaubsort aus mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi und mit dem britischen Premierminister David Cameron. "Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass die Beschlüsse des EU-Gipfels vom 21. Juli schnell umgesetzt werden sollen", sagte der Sprecher. Für den Abend sei außerdem ein weiteres Telefonat mit US-Präsident Barack Obama angesetzt.

+++ Italien will Maßnahmen gegen Schuldenkrise beschleunigen +++

[20.15 Uhr] Italien will bereits im Jahr 2013 einen ausgeglichenen Haushalt erreichen, ein Jahr früher als bislang geplant. Finanzminister Giulio Tremonti erklärte am Freitagabend auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Regierungschef Berlusconi, Rom werde auf eine Verfassungsänderung hinarbeiten, die der Regierung einen ausgeglichenen Etat vorschreibe.

+++ Berlusconi kündigt baldiges G7-Finanzminister-Treffen an +++

[20.12 Uhr] Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hat ein Sondertreffen der Finanzminister der sieben führenden Industriestaaten (G7) angekündigt. Dies habe er mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy abgesprochen, sagte Berlusconi am Freitagabend bei einer Pressekonferenz mit Finanzminister Giulio Tremonti in Rom. Das Treffen werde "in ein paar Tagen" stattfinden. "Die Lage ist sehr schwierig und sie erfordert abgestimmte Eingriffe", fügte der italienische Ministerpräsident hinzu. "Wir müssen anerkennen, dass die Welt in eine weltweite Finanzkrise geraten ist, die alle Länder betrifft".

+++ Dow Jones dreht wieder ins Plus +++

[19.25 Uhr] Die Wall Street hat eine spektakuläre Achterbahnfahrt hingelegt. Nach deutlichen Kursverlusten im New Yorker Vormittagsgeschäft drehten die Indizes wieder ins Plus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag am frühen Nachmittag (Ortszeit) 1,13 Prozent höher auf 11.512 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 0,2 Prozent auf 1202 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte dagegen 0,6 Prozent im Minus auf 2541 Stellen.

+++ Ungarische Kreditausfallversicherungen steigen auf 2,5-Jahres-Hoch +++

[19.03 Uhr] Spekulationen auf Probleme bei der Schuldenbegleichung haben die Preise für ungarische Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) weiter in die Höhe getrieben. So verteuerte sich die Absicherung eines zehn Millionen Forint (37.000 Euro) schweren Pakets ungarischer Anleihen dem Datenanbieter Markit zufolge um 36.000 auf 405.000 Forint (rund 1500 Euro). Dies ist der höchste Stand seit März 2009.

Genährt wurden die Spekulationen von einem Appell der Regionalregierungen an Premierminister Viktor Orban, sich bei den Banken für ein einjähriges Zahlungsmoratorium für in Schweizer Franken aufgenommene Kredite über umgerechnet 2,2 Milliarden Euro einzusetzen. Börsianer werteten einen solchen Schritt als Umschuldung.

+++ Euro-Länder sollen Gipfel-Beschlüsse schneller umsetzen +++

[18.58 Uhr] Im Kampf gegen die Schuldenkrise drängt Frankreich die anderen Euro-Staaten zu einer rascheren Umsetzung der jüngsten Gipfel-Beschlüsse. Die Zustimmung der jeweiligen Parlamente zu dem Plan vom 21. Juli müsse schneller erreicht werden, sagte der französische Finanzminister Francois Baroin. Die Regierung in Paris werde ihrerseits alles Notwendige tun, um den angepeilten Schuldenabbau umzusetzen.

+++ Südamerika besorgt über Kursturbulenzen +++

[18.21 Uhr] Die Kursturbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten alarmieren auch die Länder Südamerikas. Diese hätten zum Schutz ihrer Volkswirtschaften eine stärkere Zusammenarbeit vereinbart, sagte Brasiliens Finanzminister Guido Mantega in Perus Hauptstadt Lima. Dort kam er mit seinen südamerikanischen Amtskollegen zu einem Krisentreffen zusammen. Sie wollten dort angesichts der Gefahren durch die Schuldenkrise in Europa und den USA ihr Vorgehen koordinieren.

+++ Dax schließt tief im Minus +++

[18 Uhr] Die anhaltenden Konjunktur- und Schuldensorgen haben dem Dax einen der größten Wochenverluste in seiner über zwanzigjährigen Geschichte eingebrockt. Der Index ist mit einem Minus von 2,78 Prozent bei 6236 Punkten aus dem Handel gegangen. Auf Wochensicht brach das Börsenbarometer um knapp 13 Prozent ein. Der MDax   sank am Freitag um 0,98 Prozent auf 9135 Punkte, der TecDax   verlor 0,91 Prozent auf 717 Punkte. Analyst Gregor Kuhn von IG Markets sprach von einer "Handelswoche des Grauens".

+++ Italien vor neuen Reformen +++

[17.59 Uhr] Italien geht offenbar in die Offensive. Nach Börsenschluss plane die Regierung, neue Reformpläne vorzulegen, berichtet die "Financial Times". Ein Paket zur Liberalisierung der Wirtschaft soll vorgestellt werden. Italien ist im Laufe des Tages wegen der hohen Verschuldung in den Fokus von Anlegern gerückt. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass um 19 Uhr eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Silvio Berlusconi und Finanzminister Giulio Tremonti angesetzt ist.

+++ Dow Jones weitet Verluste aus +++

[17.54 Uhr] An Amerikas Börsen geht es weiter bergab. Der Dow Jones pendelt nun bereits rund 1,5 Prozent im Minus, der breiter gefasste S&P-Index fast zwei Prozent.

+++ Schwarzer Tag für Europas Börsen +++

[17.44 Uhr] Gewaltige Verluste an Europas Börsen. Der FTSEurofirst-300-Index, in dem zahlreiche wichtige europäische Werte gelistet sind, ist zum Handelsschluss auf den tiefsten Stand seit 13 Monaten gefallen. Insgesamt verlor er am Freitag 1,7 Prozent, in der gesamten Woche gar 9,8 Prozent. Er steht jetzt bei 976 Zählern.

+++ Anleger verkaufen Geldmarktfonds +++

[17.40 Uhr] Investoren ziehen sich rasant aus Geldmarktfonds zurück. Michael Hartnett, Globalstratege bei Bank of America, sagte dem "Wall Street Journal", dass in dieser Woche 70 Milliarden Dollar aus Geldmarktfonds gezogen wurden - der größte Abfluss pro Woche seit der Lehman-Pleite, die 2008 die globalen Finanzsysteme fast zum Kollaps gebracht hatte. Davon wurden 2,9 Milliarden Dollar in Gold investiert.

+++ Spanien gibt EZB Schuld für für Chaos auf den Finanzmärkten +++

[17.37 Uhr] Spaniens Wirtschaftsministerin Elena Salgado hat die Europäische Zentralbank (EZB) für die "Verwirrung" auf den internationalen Finanzmärkten verantwortlich gemacht. Die am Donnerstag von EZB-Chef Jean-Claude Trichet gegebene Pressekonferenz sei "nicht die beste" gewesen und habe zu einer "gewissen Verwirrung" auf den Märkten geführt, sagte Salgado am Freitag dem Radiosender RNE. Im Laufe der Konferenz seien Gerüchte aufgekommen, dass die EZB irische und portugiesische Staatsanleihen aufkaufe. Da diese Länder bereits Finanzhilfen erhalten hätten, sei eine solche Aktion "nicht nötig", sagte Salgado. Die Märkte hätten vielmehr auf eine solche Intervention bei spanischen oder italienischen Anleihen gehofft. Die Gerüchte hätten die Börse in Madrid belastet. Die EZB hatte am Donnerstag zum ersten Mal seit vier Monaten wieder Staatsanleihen aufgekauft.

+++ 29 von 30 Werten im Dow Jones im Minus +++

[17.29 Uhr] Rot, rot, rot: Eine Übersicht aller Dow-Jones-Werte zeigt ein düsteres Bild. 29 der 30 Werte, die im Index gelistet sind, tendieren im Minus. Lediglich das Unternehmen Kraft Foods   verzeichnet noch ein leichtes Plus.

+++ Erste Anleger setzen auf neue Gewinne +++

[17.26 Uhr] Nach den Kurseinbrüchen an den Börsen setzen die ersten Anleger auf eine Erholung gesetzt, vor allem am Derivatemarkt. "Nachdem wir diese krassen Tiefstände gesehen haben, sieht es für einige Investoren nach einer Bodenbildung aus", sagte Händler Norbert Paul von der Euwax.

+++ Dax: minus 2,5 Prozent, Dow Jones: minus ein Prozent +++

[17.10 Uhr] Die Verluste an den Börsen wachsen. Der Dow Jones ist nun rund ein Prozent im Minus, der Dax rutscht immer weiter ab, zuletzt verlor er fast drei Prozent. Der EuroStoxx 50  , der die wichtigsten europäischen Werte abbildet, ist mehr als ein Prozent im Minus.

Achterbahnfahrt an den Börsen

+++ Euro steigt wieder +++

[16.58 Uhr] Die neuen Anleihenkäufe der EZB und die sinkenden Risikoaufschläge für Staatsanleihen von Euro-Ländern wie Spanien und Italien zeigen Wirkung: Der Euro wurde am späten Nachmittag mit 1,4218 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte er zeitweise nur 1,4055 Dollar gekostet.

+++ Großbritannien hält Krisentreffen zur Euro-Zone ab +++

[16.48 Uhr] Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben auch außerhalb der Eurozone für Beunruhigung gesorgt. Noch am Freitag finde ein Krisentreffen zur Situation der Euro-Länder statt, an dem Vertreter des britischen Premierministers David Cameron, des Finanz- sowie des Außenministeriums teilnähmen, sagte der britische Außenminister William Hague am Freitag in London. Rund 40 Prozent aller britischen Exporte gehen in die Euro-Zone.

+++ EZB kauft portugiesische und irische Anleihen +++

[16.46 Uhr] Die Europäische Zentralbank (EZB) hat nach Händlerangaben Staatsanleihen von Portugal und Irland gekauft. Die Käufe hätten einen signifikanten Umfang gehabt, hieß es der Nachrichtenagentur dapd zufolge in einem Handelshaus. Die Renditen von irischen und portugiesischen Papieren mit kurzer Laufzeit gingen stark zurück.

+++ Analysten sehen Gold weiter auf Rekordkurs +++

[16.44 Uhr] Analysten gehen davon aus, dass Gold in naher Zukunft auf bis zu 2000 Dollar pro Feinunze steigen könnte, berichtet der Fernsehsender CNBC . In den vergangenen drei Monaten ist Gold schon um 13 Prozent gestiegen und hatte einen Rekordpreis von 1685 Dollar pro Feinunze erzielt. Am Donnerstag war der Preis für das Edelmetall noch gefallen, inzwischen steigt er wieder.

+++ Berlusconi führt Krisentelefonate mit europäischen Regierungschefs +++

[16.37 Uhr] Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten will der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi noch am Freitag mit mehreren europäischen Spitzenpolitikern telefonieren. Berlusconi habe bereits mit EU-Ratspräsident Herman van Rompuy und dem spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero per Telefon gesprochen, verlautete aus Regierungskreisen in Rom. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel führe Krisentelefonate, heißt es in Deutschland.

+++ Gerüchte über Rating-Abwertung +++

[16.30 Uhr] Amerika muss um seine Rating-Bestnote fürchten. Ein Händler verwies laut Reuters auf Spekulationen, Standard & Poor's (S&P) könnte den USA nach der Schlussglocke an der Wall Street ihre Top-Bonität aberkennen. Dies hatte die US-Rating-Agentur bereits Mitte Juli angedroht.

+++ US-Hypothekenfinanzierer braucht neue Milliarden +++

[16.24 Uhr] Fannie Mae braucht erneut Milliardenhilfen. Nach einem Quartalsverlust beantragte der verstaatlichte US-Hypothekenfinanzierer zusätzliche Mittel von 5,1 Milliarden Dollar. Damit erhöhen sich die staatlichen Hilfen für das Unternehmen seit 2008 auf mehr als 104 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Fehlbetrag von 5,2 Milliarden Dollar.

+++ Amerikas Manager fordern aggressive Arbeitsmarktpolitik +++

[16.20 Uhr] Nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen fordert eine Vereinigung amerikanischer Manager, "The Business Roundtable" , dass der Kongress und das Weiße Haus sich stärker in die Arbeitsmarktpolitik einbringen. Unter anderem sollen Projekte im Energiesektor gefördert und schon vorbereitete Handelsabkommen mit Südkorea, Kolumbien und Panama durchgesetzt werden.

+++ Dax rutscht ab +++

[16.11 Uhr] Fast hatte der Dax seine Verluste schon wieder wettgemacht, jetzt geht es wieder steil bergab: Der deutsche Leitindex liegt erneut rund zwei Prozent im Minus - vor gut einer halben Stunden hatte er noch kurz im Plus gelegen.

+++ Börsenexperte warnt vor globaler Krise +++

[16.02 Uhr] Der Schweizer Börsenexperte und Fondsmanager Marc Faber fürchtet eine weltweite Finanzkrise. Die Märkte hätten einen großen technischen Schaden davongetragen, sagte er dem Fernsehsender CNBC . Wie nach dem Absturz eines Computers, müsste die Weltwirtschaft wieder neu hochgefahren werden. Das würde zu globalem Chaos führen.

+++ Stimmung an US-Börse verschlechtert sich +++

[16 Uhr] Die Freude über gute US-Arbeitsmarktzahlen währte nicht lang. Die US-Börsen drehen ins Minus. Der Dow Jones verliert rund ein halbes Prozent an Wert.

+++ Hoffnung auf neues Programm der US-Notenbank +++

[15.54 Uhr] Wegen der zuletzt schwachen Konjunkturdaten schrillen auch bei der US-Notenbank die Alarmglocken. Kommenden Dienstag entscheiden die Währungshüter um Fed-Chef Ben Bernanke über ihr weiteres Vorgehen. An der Zinsschraube können sie kaum noch drehen - der Leitzins liegt längst bei fast null Prozent. Doch zuletzt wurden die Rufe nach einer dritten Runde von Staatsanleihenkäufen immer lauter. Das 600 Milliarden Dollar schwere Vorläuferprogramm ist erst Ende Juni ausgelaufen. Bernanke selbst hatte weitere geldpolitische Lockerungen - im Finanzmarktjargon "Quantitative Easing" (QE) genannt - jüngst nicht ausgeschlossen.

+++ "Wall Street Journal" mosert an guten US-Jobmarktzahlen herum +++

[15.48 Uhr] Die Arbeitslosenrate in den USA sei zwar gefallen, aber die Zahlen zeigten, dass immer weniger Amerikaner überhaupt arbeiten, berichtet das "Wall Street Journal". Die Erwerbstätigkeitsquote sei auf 63,9 Prozent gefallen - das niedrigste Niveau seit 1984. Viele Langzeitarbeitslose haben die Suche nach Arbeit einfach aufgegeben. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit stieg auf 40,4 Wochen. Das ist neuer Höchststand.

+++ Dax gewinnt deutlich +++

[15.45 Uhr] Der Dax hat seine Verluste vom Morgen jetzt fast völlig wettgemacht. Er liegt nur noch minimal im Minus.

+++ Schlechte Chancen für größeren Euro-Rettungsschirm +++

[15.43 Uhr] Die von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso geforderte neuerliche Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF hat in den Koalitionsparteien offenbar keine Chance. "Die von Barroso angestoßene Debatte ist überflüssig wie ein Kropf", sagte der CDU-Haushaltsexperte Norbert Barthle der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone hätten schließlich erst vor zwei Wochen eine Ausweitung des Volumens eindeutig ausgeschlossen. Auch der stellvertretende Unionsfraktionschef Michael Meister sprach sich gegen eine Aufstockung aus.

+++ US-Börsen zum Handelsauftakt im Plus +++

[15.36 Uhr] Der Dow Jones gewinnt zum Handelsauftakt gut 150 Punkte an Wert. Das entspricht einem Plus von rund 1,5 Prozent. Am Donnerstag war er um mehr als 500 Punkte abgesackt. Es war der größte Kurssturz seit der Finanzkrise 2008. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte um 0,8 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 1,3 Prozent höher.

Jubel über US-Arbeitsmarktdaten

+++ Ölpreis steigt wieder +++

[15.28 Uhr] Die positiven Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt geben auch dem Ölpreis Auftrieb. Der Preis für die Nordseesorte Brent   stieg am Nachmittag auf 108 Dollar pro Fass (159 Liter). Zuvor war der Preis auf knapp 104 Dollar gefallen.

+++ Zweifel an guten US-Jobmarkt-Zahlen +++

[15.19 Uhr] An den guten Zahlen zum US-Jobmarkt gibt es Zweifel. Laut "Wall Street Journal" könnten die guten Daten geschönt sein. Der Rückgang der Arbeitslosenrate könnte auf eine rückläufige Erwerbsquote zurückzuführen sein. Bei den Langzeitarbeitslosen, die gut die Hälfte aller arbeitslosen Amerikaner ausmachen, hat sich die Lage nicht verbessert. Das Auf und Ab am US-Jobmarkt illustriert das "Wall Street Journal" in einer Grafik .

+++ Analysten bejubeln US-Arbeitsdaten +++

[15.07 Uhr] Die US-Arbeitsmarktdaten widersprechen laut DekaBank den derzeit vorherrschenden Rezessionserwartungen. Angesichts der sehr negativen Stimmung an den Kapitalmärkten seien die Daten eine positive Überraschung, sagte DekaBank-Volkswirt Rudolf Besch. Hoffnung macht die Prognose für das dritte Quartal: In diesem soll die US-Wirtschaft laut DekaBank um 2,5 Prozent wachsen.

+++ US-Börsen vor Handelsstart im Plus +++

[15.05 Uhr] Die überraschend guten Arbeitslosenzahlen beflügeln die US-Börsen. Die wichtigen Indexe Dow Jones und S&P liegen gut eine halbe Stunde vor Handelsstart jeweils rund ein Prozent im Plus. Auch der EuroStoxx 50  , der die wichtigsten europäischen Börsenwerte abbildet, verzeichnet zeitweise Gewinne.

+++ Schweiz leidet unter teurem Franken +++

[15 Uhr] Die Flucht in Sicherheit treibt den Schweizer Franken erneut auf ein Rekordhoch zum Euro. Die Gemeinschaftswährung war zeitweise für nur 1,0719 Franken zu haben. Damit ist der Franken allein im Lauf der Woche um mehr als fünf Prozent gestiegen - und das, obwohl die Schweizer Notenbank mit Zinssenkungen gegen das Währungshoch vorgegangen ist.

+++ Zehn Dax-Werte im Plus +++

[14.56 Uhr] Der Dax hat sich in den vergangenen Stunden etwas erholt. Mittlerweile liegen 10 der 30 Unternehmen, die im Leitindex gelistet sind, wieder im Plus. Spitzenreiter ist die Commerzbank  , deren Titel zeitweise knapp fünf Prozent an Wert gewannen. Auch Linde  , BMW  , Metro   und Lufthansa   sind deutlich im Plus.

+++ Dax dreht kurz ins Plus +++

[14.47 Uhr] Der Dax ist am Freitag unmittelbar nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten ins Plus gedreht. Gegen halb drei stieg der Leitindex um 0,2 Prozent, fiel dann aber wieder zurück ins Minus. Am Morgen war der Dax teils um vier Prozent eingebrochen.

+++ Opposition fordert internationales Konjunkturprogramm +++

[14.45 Uhr] Angesichts der Talfahrt an den Aktienmärkten ruft die Opposition die Bundesregierung auf, eine langfristige Lösung für das europäische Schuldenproblem zu finden. Der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider schlägt ein europäisches Wachstums- und Konjunkturprogramm vor, das über eine Finanztransaktionssteuer finanziert werden könnte. Linke-Chef Klaus Ernst sprach sich für einen "globalen Marshallplan gegen die Verheerungen der Finanzkrise" aus.

+++ Börsen in Spanien und Italien trotzen dem Abwärtstrend +++

[14.43 Uhr] Während die wichtigsten Märkte in Europa am Freitag weiter auf Talfahrt gegangen sind, haben sich die Börsen in den Krisenländern Spanien und Italien als einzige behauptet. Der spanische Ibex legte bis zum Mittag um 1,2 Prozent zu, der italienische Leitindex FTSE MIB um 1,1 Prozent.

+++ Euro unter Druck +++

[14.40 Uhr] Der Euro ist durch Ängste vor einer neuen Konjunkturabkühlung unter Druck. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für die Gemeinschaftswährung auf 1,4155 Dollar fest. Donnerstag hatte er noch bei 1,4229 Dollar gelegen. Auch im Vergleich zum britischen Pfund, zum Schweizer Franken und zum japanischen Yen verlor der Euro an Wert.

+++ US-Arbeitslosenquote überraschend gesunken +++

[14.30 Uhr] In den USA ist die Arbeitslosenquote im Juli überraschend gesunken. Die Quote sei von 9,2 Prozent im Vormonat auf 9,1 Prozent gefallen, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Im Juli entstanden in den USA außerhalb der Landwirtschaft 117.000 Jobs. Ökonomen hatten einen unveränderten Wert erwartet. Allerdings ist die Quote für amerikanische Verhältnisse immer noch enorm hoch.

+++ Schuldenstreit schadet Ansehen von US-Politikern +++

[14.08 Uhr] Der Streit um das US-Schuldenlimit hat das Ansehen des Kongresses unter den Amerikanern auf ein Rekordtief abstürzen lassen. 82 Prozent der US-Bürger zeigten sich in einer Umfrage unzufrieden mit der Arbeit der Parlamentarier. Das sei der höchste Wert seit Beginn der Erhebung 1977, berichtete die "New York Times". Vier von fünf der Befragten waren sich sicher, Motiv der Politiker für das Gezerre um Einsparungen und Schuldenobergrenze sei der eigene Vorteil und nicht das Wohl des Landes gewesen.

China will bei Euro-Rettung helfen

+++ Kein Euro-Land braucht in der kommenden Woche Geld +++

[14.02 Uhr] Um kein Risiko einzugehen, hat Italien sich von dem Plan verabschiedet, in der kommenden Woche frisches Geld von Investoren einzusammeln. Das Land hatte eigentlich eine Anleihe-Auktion geplant, sagte diese aber ab. Die Renditen für zehnjährige Anleihen von Italien und Spanien stiegen am Freitag wieder über die Marke von sechs Prozent, nachdem sie zuvor mehr als einen Prozentpunkt verloren hatten.

+++ EU-Währungskommissar hält Spanien-Rettung für unnötig +++

[13.41 Uhr] EU-Währungskommissar Olli Rehn ist Sorgen vor einem Ausweiten der Schuldenkrise auf Spanien und Italien entgegengetreten. Beide Länder würden keine Not-Kreditprogramme benötigen, sagte Rehn. Spanien und Italien seien auf Kurs, ihre Defizitziele zu erreichen.

+++ China will bei Euro-Rettung helfen +++

[13.18 Uhr] China glaubt an den Euro - und will helfen: Nach den Worten von Außenminister Yang Jiechi unterstützt die Regierung in Peking die EU und den Internationalen Währungsfonds (IWF) bei der Stabilisierung des Euro und der Ankurbelung des Wirtschaftswachstums, sagte er der polnischen Tageszeitung "Rzeczpospolita". Der Minister hält sich zu einem zweitägigen Besuch im Land auf. Details zur Stabilisierung des Euro nannte er nicht.

+++ Banken verschieben Börsengänge +++

[13.13 Uhr] Die jüngsten Kursverluste und die Unsicherheit der Anleger bringen zahlreiche Börsenpläne ins Wanken. Die staatliche China Everbright Bank stoppt vorerst ihren milliardenschweren Börsengang in Hongkong. Am Donnerstag hatte der niederländische Finanzkonzern ING bereits seinen geplanten Börsengang der Versicherungssparte verschoben.

+++ Allianz-Chef hält Marktreaktion für aufgeblasen +++

[13.06 Uhr] Allianz-Chef Michael Diekmann hält den Verfall der Aktienkurse für stark übertrieben. "Ich würde diese Situation nicht überdramatisieren, weil die Märkte ein bisschen überdrehen", sagte der Vorstandschef von Europas größtem Versicherer. Er rechne mit einer gegenläufigen Entwicklung, sobald die Rettung Griechenlands umgesetzt sei, sagte Diekmann. Er hoffe auf eine Beruhigung der Märkte bis Ende September.

+++ Brüderle geht Barroso an +++

[13.02 Uhr] FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle macht EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso indirekt für die aktuellen Börsenturbulenzen mitverantwortlich: "Um den Euro zu festigen, brauchen wir einen wirksamen und durchsetzungsstarken Stabilitäts- und Wachstumspakt II - und keinen leichtfertigen Brief aus Brüssel", sagte Brüderle Bild.de.

+++ Konjunktur in Spanien und Italien schwächelt +++

[12.54 Uhr] Ein starkes Wachstum wäre nötig, doch daraus wird vorerst nichts: Das spanische Wirtschaftswachstum hat sich im zweiten Quartal 2011 wieder abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von April bis Juni im Vergleich zum ersten Quartal (plus 0,3 Prozent) um nur 0,2 Prozent zu, teilte die spanische Notenbank am Freitag mit. Auch im Jahresvergleich habe das Wirtschaftswachstum um ein Zehntel auf 0,7 Prozent abgenommen.

Die italienische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal ebenfalls schwach, mit 0,3 Prozent aber so wie erwartet. Im ersten Quartal hatte das Wachstum bei 0,1 Prozent gelegen.

+++ Standard & Poor's bestätigt Irland-Rating +++

[12.47 Uhr] Positives Signal für Irland: Die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit des Landes bestätigt. Die Note liege weiterhin bei "BBB+", teilte S&P mit. Zudem sei der Ausblick "stabil". Es droht also keine Herabstufung. Die aktuelle Note liegt drei Noten über Ramschniveau. S&P sieht eine Stabilisierung des Schuldenstandes und würdigt die Entschlossenheit der Regierung bei der Bewältigung der Krise.

An den Märkten wird das Rating mit großer Erleichterung aufgenommen: Die Renditen irischer Staatsanleihen gehen deutlich zurück. Der Eurokurs steigt.

+++ Goldpreis legt wieder zu +++

[12.41 Uhr] Der Run auf Gold geht aufs Neue los: Nachdem am Donnerstag Verkäufe an den US-Börsen den Goldpreis zwischenzeitlich gedrückt hatten, verzeichnete er in Asien wieder Zuwächse. Während der Öffnungszeiten der asiatischen Märkte stiegen Termingeschäfte für Gold um 0,4 Prozent auf 1665,90 Dollar pro Feinunze (etwa 31 Gramm).

+++ Royal-Bank-of-Scotland-Aktie stürzt ab +++

[12.28 Uhr] Griechenland hat die Royal Bank of Scotland   (RBS) im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gezogen: Die großteils verstaatlichte britische Großbank hat auch wegen der Schuldenkrise Athens einen Vorsteuerverlust von 794 Millionen Pfund (917 Millionen Euro) gemacht. Die Nachricht löste an der Börse einen Kursrutsch aus: Zeitweise fielen RBS-Papiere um mehr als 21 Prozent - und damit auf den tiefsten Stand seit April 2009. Aktuell liegt das Minus noch bei etwas mehr als sieben Prozent.

+++ Europas Industrieproduktion schwächelt +++

[12.16 Uhr] Im Juni fiel die Produktion in deutschen und italienischen Firmen. Im gesamten produzierenden Gewerbe Deutschlands, also Industrie, Energie und Bau, sank der Ausstoß um 1,1 Prozent. Experten hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet. In der italienischen Industrie sank die Produktion um 0,6 Prozent zum Vormonat. Im Vergleich zum Juli 2010 gab es nur ein leichtes Plus von 0,2 Prozent - um einiges weniger als der erwartete Anstieg um 1,7 Prozent. Die Zahlen drückten die Stimmung an Italiens Börsen.

+++ Allianz macht weniger Gewinn +++

[11.52 Uhr] Europas größter Versicherer Allianz leidet unter der Griechenland-Krise. Zwar verzeichnete das Unternehmen einen Gewinn von 1,07 Milliarden Euro. Der Ertrag fiel aber sieben Prozent geringer aus im Vorjahr und schwächer als von Analysten erwartet. Grund sind die immensen Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen. Das Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen lief dagegen besser als erwartet. Mit zeitweise minus 4,5 Prozent gehörte die Allianz   am Freitagmorgen zu den größten Verlierern im Dax  .

Investoren flüchten in US-Staatsanleihen

+++ EZB streitet über Anleihenkauf +++

[11.33 Uhr] Streit im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB): Bei der Ratssitzung am Donnerstag stimmten vier Währungshüter gegen den Kauf von Staatsanleihen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Darunter sollen Bundesbankchef Jens Weidmann und der deutsche Chefökonom der EZB, Jürgen Stark, gewesen sein. Die beiden anderen Gegner seien aus den Benelux-Staaten gekommen, hieß es weiter. Die vier seien von der Mehrheit im Rat überstimmt worden. Die EZB kauft nach 18-wöchiger Pause wieder Bonds von Euroländern am Sekundärmarkt.

+++ Investoren flüchten in US-Staatsanleihen +++

[11.23 Uhr] Amerikanische Investoren flüchten in US-Staatsanleihen und Bargeld. Diese Anlagen gelten als sicherer als Aktien. Nachdem es in den vergangenen Wochen Zweifel an der Zahlungsfähigkeit der amerikanischen Regierung gab, fielen die Zinsen für amerikanische Staatsanleihen am Donnerstag auf ein Rekordtief. Anleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren lagen zeitweise bei nur 0,26 Prozent. Investoren bevorzugen also trotz der niedrigen Renditen die als sicher geltenden Staatsanleihen.

Die Investoren setzen auch bevorzugt auf Bargeld. Die "New York Times" berichtet, dass allein zwischen Mitte Juni und Mitte Juli dieses Jahres 200 Milliarden Dollar mehr Geld auf Konten eingelagert wurden. Im ersten Halbjahr stiegen die Bargeldeinlagen bei amerikanischen Banken um 85 Prozent. Damit ist das Kapital von der US-Regierung garantiert. Sollte eine Bank pleitegehen, haftet die US-Regierung für Einlagen bis zu 250.000 Dollar pro Konto.

+++ Renditen für italienische Anleihen steigen +++

[11.01 Uhr] Italien muss für seine Staatsanleihen höhere Zinsen zahlen als Spanien. Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen stieg in der Spitze bis auf 6,406 Prozent. Die spanischen Papiere standen bei 6,21 Prozent. Die Marke von sieben Prozent gilt als kritisch.

+++ Fast nur Verlierer im Dax +++

[10.48 Uhr] An der Dax-Kurstafel dominiert tiefes Rot. Die Allianz   ist mit einem Minus von 4,0 Prozent der größte Verlierer, Fresenius Medical Care   gibt 3,41 Prozent ab, Infineon   3,3 Prozent. BMW   und Linde   halten sich mit Gewinnen von 0,2 und 0,1 Prozent ganz knapp im grünen Bereich.

+++ Ölpreis auf niedrigstem Niveau seit Ende Juni +++

[10.45 Uhr] Ölpreis fällt auf niedrigsten Stand seit Ende Juni: Ein Barrel (159 Liter) der europäischen Sorte Brent kostete in London 106,40 Dollar. In den USA fiel der Ölpreis für die dort wichtige Sorte WTI sogar mit 84 Dollar auf den niedrigsten Stand seit Februar.

+++ Griechischer Premier drängt EU zur Eile +++

[10.25 Uhr] Der griechische Premierminister Georgios Papandreou drängt die EU zu einer Umsetzung des neuen Hilfspakets. In einem Brief an Kommissionspräsident José Manuel Barroso schreibt Papandreou, "die zuständigen EU-Institutionen und Mitgliedsländer sollten jetzt zur Tat schreiten, besonders die Parlamente". Papandreou bezieht sich auf die Beschlüsse des letzten Krisengipfels. Diese sehen erweiterte Kompetenzen für den Euro-Rettungsfonds EFSF und neue Finanzhilfen für Griechenland vor. In einigen EU-Ländern müssen zunächst die Parlamentarier den neuen Hilfsmaßnahmen zustimmen.

+++ Rehn bereit zur Debatte über Euro-Rettungsschirm +++

[10.15 Uhr] EU-Währungskommissar Olli Rehn hat seine Bereitschaft erklärt, den europäischen Rstefanmschultzettungsschirm anzupassen. "Wir stehen bereit, unseren Kurs im Krisenmanagement anzupassen, um mehr Glaubwürdigkeit und Effizienz zu erreichen", sagte Rehn am Freitag dem Radiosender "BBC Radio 4". Damit der EFSF effektiv bleibe, müsse der Rettungsschirm von den Finanzmärkten respektiert werden.

+++ Dax startet mit deftigem Minus +++

[9.30 Uhr] Der Dax   startet mit hohen Verlusten: Kurz nach Handelsstart brach der deutsche Leitindex um mehr als vier Prozent auf 6152 Punkte ein. Damit dauert die Talfahrt des deutschen Leitindexes nun bereits acht Handelstage an. Allein in diesem Zeitraum verlor der Dax mehr als 1100 Punkte und damit seine kompletten Jahresgewinne.

cte/ang/ssu/yes/dab/dpa/Reuters/dapd/AFP
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