Eurotunnel bis Space Park Die größten Flops der Wirtschaft

Das Elbphilharmonie-Desaster beweist, wie wenig Politiker von Großprojekten verstehen. Doch Missmanagement regiert auch in Privatfirmen. Das zeigt eine Auswahl spektakulärer Fehlinvestitionen und Planungsfehler.

Hamburg - Eine hanebüchen optimistische Kalkulation, überforderte Behörden, Chaos auf der Baustelle - folgt man dem Abschlussbericht des Hamburger Untersuchungsausschusses, liefert die Elbphilharmonie einen eindrücklichen Beweis für die Unfähigkeit der Politik bei Großprojekten. Ob Stuttgart 21, der Berliner Großflughafen oder das mondäne Konzerthaus in der Hansestadt, überall zeigt sich das gleiche Bild: jahrelange Verzögerungen, Pfusch bei Planung und Bau, horrend steigende Kosten.

Die Schlussfolgerung scheint klar: Großprojekte gehören nicht in die Hände von Beamten und Politikern, die das Geld der Steuerzahler aus Prestigegründen verjuxen. Sollte man technologisch anspruchsvolle Vorhaben also lieber der Privatwirtschaft überlassen? Schließlich können sich normale Unternehmen geschönte Kalkulationen und krasse Schlampereien gar nicht leisten, möchte man meinen. Denn es geht um ihr eigenes Geld.

Doch diese Argumentation hat einen gewichtigen Haken: Sie entspricht nicht der Realität. Ob ein Tunnel unter dem Ärmelkanal, eine gigantische Eisenerzmine im brasilianischen Niemandsland oder ein Luxushotel an der Ostsee - eindrucksvolle Beispiele für unfassbare Planungsfehler und Pfusch bei privaten Großprojekten gibt es genug.

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